Ratgeber
Krisenkommunikation im Job: Wie Empathie wirklich gelingt
Schwierige Entscheidungen treffen Mitarbeitende oft hart. Führungskräfte müssen dann Mitgefühl zeigen – und trotzdem klar bleiben.
In Unternehmen fallen mitunter Entscheidungen, die spürbare Folgen für Mitarbeitende haben. Manche Auswirkungen sind kleiner, andere gravierend.
Führungskräfte müssen solche Entscheidungen kommunizieren. Zum Beispiel in einem Vieraugengespräch mit der betroffenen Mitarbeiterin oder dem betroffenen Mitarbeiter.
Krisenkommunikation: Empathie heißt nicht, Entscheidungen zurückzunehmen
Dabei kommt es darauf an, empathisch aufzutreten. Führungskräfte sollten also Verständnis für ihr Gegenüber zeigen, ohne die Entscheidung zu relativieren.
„Empathie ist zentral, weil Veränderung fast immer emotionale Reaktionen auslöst“, sagt die Hamburger Unternehmerin und Executive Coach Ragnhild Struss.
Verständnis zu zeigen bedeute aber nicht, Entscheidungen zurückzunehmen oder sich zu rechtfertigen. Gute Führung schaffe beides gleichzeitig: „Ich sehe, dass Sie das belastet, und die Entscheidung steht.“
Warum Klarheit Glaubwürdigkeit schafft
Viele Führungskräfte scheuen laut Struss genau diese Kombination. Dabei entstehe daraus oft erst echte Glaubwürdigkeit.
Empathie werde allerdings zu häufig als „nett sein“ missverstanden. Dabei gehe es um deutlich mehr.
„Tatsächlich ist es die Fähigkeit, emotionale Dynamiken präzise wahrzunehmen, Menschen ernst zu nehmen und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben“, sagt Struss.
Krisenkommunikation: Empathie wird durch KI noch wichtiger
Gerade mit Blick auf Künstliche Intelligenz gewinnt diese Fähigkeit an Bedeutung. Denn KI werde viele analytische und operative Aufgaben übernehmen.
Umso stärker rückten menschliche Fähigkeiten wie Empathie strategisch in den Fokus. Für Führungskräfte heißt das: Mitgefühl zeigen, ernst nehmen – und trotzdem konsequent bleiben. (dpa/mp)
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