Touristen am Wettersteingebirge

Urlaub in den Alpen: Je höher es hinausgeht, desto geringer ist die Pollenbelastung. Foto: picture alliance / dpa/Angelika Warmuth

Urlaub ohne Heuschnupfen: Diese Reiseziele bringen Allergikern wirklich Erholung

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Endlich Urlaub! Da möchte man auf laufende Nase, juckende Augen und Niesattacken verzichten. Nicht wenige Allergiker begeben sich daher in Gebiete, in denen der Pollenflug keine große Rolle spielt.

Wer sein Reiseziel klug wählt, kann im Urlaub oft deutlich besser durchatmen als zu Hause. Entscheidend sind Wind, Höhenlage – und die richtige Jahreszeit. Eine Übersicht allergikerfreundlicher Reiseziele:

Meer schlägt Wiese

Küstenregionen gelten als besonders heuschnupfenfreundlich. Der stetige Seewind weht Pollen schnell weg, dazu kommen salzhaltige Aerosole, die die Schleimhäute beruhigen. Besonders gut geeignet sind Nord- und Ostsee, vor allem die Inseln wie Sylt, Amrum, Föhr oder Helgoland. Auch die dänische und niederländische Küste sind für Allergiker oft ein Volltreffer. Hier ist die Pollenkonzentration meist deutlich geringer als im Binnenland.

Hoch hinaus – und die Pollen bleiben unten

Wer richtig Ruhe vor Heuschnupfen will, sollte in die Berge fahren. Ab etwa 1500 Metern Höhe gibt es deutlich weniger allergieauslösende Pflanzen. In vielen alpinen Regionen ist die Luft fast pollenfrei. Besonders beliebt bei Allergikern: die Schweizer Alpen, Tirol, Südtirol oder die Hohen Tauern. Wichtig: Je höher die Unterkunft, desto besser die Chancen auf Beschwerdefreiheit.

Skandinavien: Später Frühling, kürzere Saison

Im hohen Norden beginnt die Pollensaison später und dauert oft kürzer. Nordschweden, Norwegen oder Finnland sind deshalb vor allem im Frühjahr eine gute Wahl. Aber Vorsicht: In Südschweden kann die Birke im Mai stark blühen – der Zeitpunkt entscheidet.

Der Koli-Nationalpark in Finnland: Auch die skandinavischen Länder sind eine gute Urlaubsoption für Heuschnupfenpatienten. picture alliance / Zoonar | Fokke Baarssen
Koli Nationaplark Finnland
Der Koli-Nationalpark in Finnland: Auch die skandinavischen Länder sind eine gute Urlaubsoption für Heuschnupfenpatienten.

Urlaub am Mittelmeer? Ja – aber zur richtigen Zeit

Viele Gräser sind im Hochsommer bereits verblüht. Deshalb können Spanien, Griechenland oder Süditalien ab Juli und August gut funktionieren. Küstenlagen sind wegen des Windes klar im Vorteil. Wer gegen Olivenpollen allergisch ist, sollte den späten Frühling meiden.

Ganzjahres-Tipp bei Heuschnupfen: Atlantik-Inseln

Die Kanaren, Madeira oder die Azoren gelten als besonders allergikerfreundlich. Wind, wenig klassische Vegetation und ein stabiles Klima sorgen dafür, dass Heuschnupfen hier oft kaum eine Rolle spielt und einem entspannten Urlaub das ganze Jahr über nichts im Wege steht.

Hoch und weit bringt Sicherheit nicht nur im Fußball

Fernreisen können für Heuschnupfen-Geplagte ein Joker sein – weil sie aus dem mitteleuropäischen Pollenkalender herausführen. In vielen Regionen außerhalb Europas fehlen klassische Auslöser wie Birke, Erle oder bestimmte Gräser ganz, oder sie treten zu ganz anderen Zeiten auf. Besonders gut schneiden oft windige Inseln, trockene Gebiete und höher gelegene Regionen ab: Wo wenig wächst oder der Wind die Luft ständig „sauber pustet“, hat Pollenflug meist weniger Chancen.

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Aber auch bei Fernzielen gilt: Grüne, üppig bewachsene Regionen und landwirtschaftlich geprägte Gegenden können die Symptome genauso triggern wie daheim – manchmal sogar überraschend, weil dort andere Pflanzen blühen.

Deshalb zählt nicht nur das Land auf der Landkarte, sondern vor allem Klima, Vegetation, Höhenlage und Reisezeit. Wer das beachtet, kann im Urlaub oft deutlich besser durchatmen als in der heimischen Pollensaison.

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