Gesundheit

Sodbrennen? Diese fünf Hausmittel können bei Reflux helfen

Hand hält eine geöffnete silberne Kaugummipackung als Hausmittel gegen Sodbrennen.
Kaugummis regen die Speichelproduktion an. Das kann man sich zunutze machen, um eine Sodbrennen-Attacke einzudämmen.

Saures Aufstoßen und Brennen hinter dem Brustbein können ziemlich unangenehm sein. Zwei Ernährungsexpertinnen erklären, welche einfachen Hausmittel bei Reflux einen Versuch wert sind – und worauf man dabei achten sollte.

Sodbrennen unterwegs – und weit und breit kein Medikament? Dann kann schon ein Kaugummi helfen. Denn Kauen regt den Speichelfluss an.

„Speichel ist leicht basisch und kann helfen, die Magensäure in der Speiseröhre zu neutralisieren“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin und Buchautorin Heike Raab („Köstlich essen – Reflux und Sodbrennen“).

Hausmittel gegen Sodbrennen: Kaugummi kann helfen

Wichtig ist allerdings die Sorte. Von intensivem Pfefferminz-Kaugummi rät Ernährungswissenschaftlerin Sabine Schreiner („Dein Ernährungsratgeber: Stiller Reflux“) eher ab.

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„Das darin enthaltene Menthol und die Minze können den unteren Speiseröhrenschließmuskel wieder etwas entspannen – das wollen wir ja nicht“, sagt Schreiner.

Hausmittel gegen Sodbrennen: Mandeln langsam kauen

Auch Mandeln können einen Versuch wert sein. Heike Raab empfiehlt vier bis fünf Stück.

Wer sie langsam und gründlich kaut, erzeugt einen Brei, der überschüssige Magensäure in der Speiseröhre binden und wieder in Richtung Magen befördern kann. Wichtig: Die Mandeln sollten ungesüßt und ungesalzen sein.

Leinsamen-Aufguss schützt die Schleimhäute

Ein weiterer Klassiker ist ein Aufguss aus Leinsamen. Besonders hilfreich sind die darin enthaltenen Schleimstoffe, vor allem bei der hellen Variante, den Goldleinsamen.

Diese Schleimstoffe können die Schleimhäute von Speiseröhre und Magen schützen.

Für den Aufguss wird ein Esslöffel geschroteter Leinsamen mit 200 Millilitern kochendem Wasser übergossen. Die Mischung lässt man 20 Minuten quellen und seiht sie anschließend durch ein Sieb ab.

Den entstandenen Schleim kann man über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken.

Kartoffelsaft mit Vorsicht verwenden

Auch Kartoffelsaft enthält Schleimstoffe, die die Schleimhäute schützen können. Zudem kann er dabei helfen, überschüssige Magensäure zu neutralisieren.

Kartoffelsaft gibt es in Reformhäusern und Apotheken. Wer ihn selbst herstellen will, muss allerdings besonders auf grüne Stellen achten.

„Wer den Saft selbst pressen will, sollte gut aufpassen und grüne Stellen großzügig wegschneiden“, sagt Sabine Schreiner.

In diesen Bereichen steckt Solanin. Dabei handelt es sich um einen Giftstoff, mit dem sich die Kartoffelpflanze vor Fressfeinden schützt. Wer größere Mengen davon aufnimmt, kann Magen-Darm-Beschwerden bekommen.

Hausmittel gegen Sodbrennen: Eibischwurzeltee kalt ansetzen

Auch Eibischwurzeltee liefert Schleimstoffe und gilt als bekanntes Hausmittel bei Sodbrennen.

Dabei gibt es eine Besonderheit: Der Tee wird kalt aufgegossen, weil die Wurzel hitzeempfindlich ist.

Heike Raab empfiehlt zwei Teelöffel Eibischwurzel auf 150 Milliliter Wasser. Die Mischung sollte ein bis zwei Stunden ziehen und zwischendurch immer wieder umgerührt werden.Danach wird die Eibischwurzel herausgesiebt – und der Tee kann getrunken werden. (dpa/mp)

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