Sinusitis oder Heuschnupfen: So erkennen Sie es
Die Nase ist dicht, der Kopf fühlt sich schwer an, der Druck sitzt hinter den Augen. Viele Allergiker fragen sich dann: Ist das noch Heuschnupfen – oder schon eine Nebenhöhlenentzündung? Die Beschwerden können sich ähneln, die Ursachen sind aber unterschiedlich. Wichtig ist, die Warnzeichen zu kennen. Denn aus unbehandeltem Heuschnupfen kann sich tatsächlich eine Sinusitis entwickeln.
Bei Heuschnupfen sind die Nasenschleimhäute dauerhaft entzündet und geschwollen. Dadurch werden die feinen Verbindungen zu den Nebenhöhlen schlechter belüftet. Schleim kann nicht mehr richtig abfließen – ein idealer Nährboden für Keime. Die Folge: Die Nebenhöhlen entzünden sich zusätzlich. Ärzte sprechen dann von einer sekundären Sinusitis.
Typisch für Heuschnupfen – eher untypisch für Sinusitis
Heuschnupfen macht sich meist durch Niesreiz, juckende Nase, juckende oder tränende Augen bemerkbar. Der Nasenausfluss ist eher klar und wässrig. Fieber gehört nicht dazu. Die Beschwerden schwanken oft je nach Pollenbelastung und Tageszeit.
Diese Warnzeichen sprechen für eine Sinusitis
Wird aus dem allergischen Schnupfen mehr, ändern sich die Symptome. Typisch für eine Beteiligung der Nebenhöhlen sind Druck- oder Schmerzgefühle im Gesicht, besonders an Stirn, Wangen oder hinter den Augen. Viele beschreiben einen dumpfen Kopfschmerz, der sich beim Bücken verstärkt. Der Nasenschleim wird zäh, gelblich oder grünlich, die Nase bleibt dauerhaft verstopft. Häufig kommen Müdigkeit, Abgeschlagenheit und manchmal auch Fieber dazu.
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Ein weiteres Warnsignal: Riechstörungen. Bei einer Sinusitis ist die Nase oft so geschwollen, dass Gerüche kaum noch wahrgenommen werden. Das ist bei reinem Heuschnupfen eher selten oder nur kurzzeitig der Fall.
Warum Abwarten riskant sein kann
Viele Allergiker halten die Beschwerden für eine besonders „fiese Phase“ des Heuschnupfens und warten ab. Das Problem: Bleibt eine Sinusitis unbehandelt, kann sie sich chronifizieren. Dann halten Druck, Schmerzen und verstopfte Nase über Wochen oder Monate an.
Was jetzt hilft
Bei Heuschnupfen ist eine konsequente Behandlung der Nasenschleimhaut wichtig, damit die Nebenhöhlen frei bleiben. Dazu gehören entzündungshemmende Nasensprays, Nasenspülungen mit Kochsalzlösung und das Meiden von Pollen, soweit möglich. Wenn sich typische Sinusitis-Zeichen zeigen, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob zusätzlich behandelt werden muss.
Wann unbedingt zum Arzt?
Wenn Gesichtsschmerzen zunehmen, Fieber auftritt, der Schleim eitrig wird oder die Beschwerden länger als zehn Tage anhalten, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Gleiches gilt bei starken Kopfschmerzen oder Sehproblemen. Wer früh reagiert, verhindert, dass aus einer Allergie ein langwieriges Problem wird.
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