Schwimmbad trotz Heuschnupfen: Gute Idee – oder reizt Chlor alles nur noch mehr?
Draußen fliegen die Pollen, die Nase läuft, die Augen jucken – und dann steht Schwimmbad auf dem Plan. Viele Allergiker fragen sich: Tut mir das gut oder wird es noch schlimmer? Die Antwort ist nicht schwarz-weiß. Aber: In vielen Fällen kann Schwimmen bei Heuschnupfen sogar entlasten – wenn man ein paar Dinge beachtet.
Wer im Freibad auf der blühenden Wiese liegt, bekommt die volle Ladung. Im Hallenbad dagegen ist die Luft weitgehend pollenfrei. Für viele ist das eine spürbare Pause vom Dauer-Niesreiz. Auch das Wasser selbst enthält keine Pollen – das kann für Nase und Augen eine kleine Auszeit bedeuten.
Warum sich die Nase nach dem Schwimmbad oft besser anfühlt
Beim Schwimmen wird die Nasenschleimhaut befeuchtet, ähnlich wie bei einer Nasenspülung. Das kann Pollenreste lösen und kurzfristig Erleichterung bringen. Viele berichten, dass sie nach dem Schwimmen freier durchatmen – zumindest für eine Weile.
Chlor kann reizen
Ganz ohne Risiko ist der Besuch nicht. Chlor und Desinfektionsmittel können empfindliche Schleimhäute zusätzlich reizen. Besonders wenn die Augen ohnehin gerötet sind oder die Nase stark entzündet ist, kann es nach dem Bad brennen oder ziehen. Das gilt vor allem für Menschen, die generell empfindlich auf Reizstoffe reagieren.
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Bei Heuschnupfen sind die Augen oft besonders sensibel. Hier hilft eine Schwimmbrille, um Kontakt mit chlorhaltigem Wasser zu vermeiden. Wer Kontaktlinsen trägt, sollte im Schwimmbad grundsätzlich vorsichtig sein – besser Brille tragen oder die Linsen vorher herausnehmen.
Hallenbad oder Freibad?
Bei starkem Pollenflug ist das Hallenbad meist die bessere Wahl. Im Freibad kommt zusätzlich die Belastung durch Gräser, Bäume und Wiesen dazu. Wer draußen schwimmt, sollte danach duschen, Haare waschen und die Kleidung wechseln – damit die Pollen nicht mit nach Hause wandern.
Wann Sie lieber pausieren sollten
Wenn die Nase komplett dicht ist, die Nebenhöhlen schmerzen oder die Augen stark entzündet sind, ist Schwimmen keine gute Idee. Auch bei zusätzlichem allergischem Asthma sollte man vorsichtig sein – hier lieber vorher ärztlich abklären.
Schwimmen mit Heuschnupfen: Hauptsache nicht übertreiben
Schwimmen mit Heuschnupfen ist in vielen Fällen kein Problem – im Gegenteil: Im Hallenbad kann es eine kleine Entlastung sein. Wer empfindlich auf Chlor reagiert oder starke Symptome hat, sollte aber genau auf seinen Körper hören. Wie so oft bei Allergien gilt: Ausprobieren, beobachten – und nicht übertreiben.
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