Heuschnupfen Pollenflug

Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte in der Pollenflug-Saison beim Lüften ein paar Dinge beachten. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde

Richtig lüften bei Heuschnupfen: So kommt frische Luft rein – ohne Pollenalarm

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Frische Luft ist wichtig. Auch mit Heuschnupfen. Aber wer in der Pollensaison einfach „Fenster auf“ macht, holt sich den Auslöser direkt ins Heim: Niesen, juckende Augen, Kratzen im Hals – und nachts oft schlechter Schlaf. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Lüft-Strategie lässt sich die Pollenlast drinnen deutlich senken.

Mancher Pollenallergiker entwickelt mit der Zeit eine „Vermeidungsstrategie“, um sein Leben in der Heuschnupfensaison so komplikationslos wie eben möglich zu gestalten: Was allergische Symptome begünstigt, wird auf ein Mindestmaß reduziert. So etwa der Aufenthalt im Freien – oder das tägliche Lüften. Doch Letzteres ist nicht zuletzt deshalb nötig, um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden. Mit diesen Tipps atmen Allergiker zu Hause durch, auch in der Heuschnupfenzeit.

Lüften bei Heuschnupfen: Der beste Zeitpunkt hängt davon ab, wo man wohnt

Pollen fliegen nicht rund um die Uhr gleich stark. Und: Hamburg ist nicht Hasloh. Als häufig genannte Faustregel gilt: In ländlichen Gebieten ist die Pollenkonzentration eher morgens bis mittags höher, in der Stadt dagegen eher am Abend. Deshalb wird oft empfohlen: Auf dem Land eher abends lüften, in der Stadt eher morgens.

Allerdings: Wind, Trockenheit, Temperatur und die konkrete Pollenart können den Tagesverlauf verschieben – deshalb lohnt sich auch immer ein Blick in eine aktuelle Pollenprognose.

Stoßlüften schlägt Kippfenster

Das gekippte Fenster über Stunden ist für Allergiker meist die schlechteste Variante: Es strömen ständig neue Pollen nach. Besser: Stoßlüften – Fenster komplett auf, kurz und konsequent. Das sorgt für Luftaustausch, ohne die Wohnung dauerhaft zur Pollenfalle zu machen. Pollengitter können beim Lüften Pollen abfangen. Der Haken: Der Luftaustausch wird geringer – dann muss man länger lüften, und die Gitter sollten regelmäßig gereinigt werden.

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Lüften: Regen nutzen – Wind abwarten

Nach längerem Regen ist die Luft oft pollenärmer – ein guter Moment zum Lüften.
Wenn es allerdings windig und trocken ist, ist die Belastung schnell sehr hoch – dann lieber abwarten und zu einem späteren Zeitpunkt kurz lüften.

Schlafzimmer pollenarm halten

Gerade nachts soll Ruhe sein. Darum: Schlafzimmer möglichst pollenarm halten, tagsüber eher geschlossen lassen und nur zu pollenärmeren Zeiten lüften. Extra-Tipp: Nicht mit Straßenkleidung ins Schlafzimmer – Pollen hängen an Jacken, Pullis, Haaren. Abends Haare waschen oder kurz duschen hilft vielen spürbar und führt die oben beschriebenen Tipps zum Lüften nicht direkt wieder ad absurdum.

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