Eine Frau sitzt in der Sauna

Schadet ein Saunagang bei Heuschnupfen oder hilft er? Foto: picture alliance / Starfoto / VisualEyze

Heuschnupfen und Sauna: Hilft das wirklich – oder reizt es nur?

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Einmal richtig durchschwitzen, tief durchatmen, danach fühlt sich alles freier an. Viele Heuschnupfen-Geplagte schwören auf die Sauna. Andere meiden sie, weil sie fürchten, dass Hitze und trockene Luft alles nur schlimmer machen. Was stimmt denn nun? Wie so oft bei Allergien lautet die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.

Wärme und Dampf können die Nasenschleimhäute kurzfristig entlasten. In der Sauna weiten sich die Gefäße, zäher Schleim kann sich lösen, die Nase fühlt sich freier an. Viele berichten, dass sie nach dem Saunagang besser durchatmen und der Druck im Kopf nachlässt. Auch der Wechsel von heiß zu kalt kann die Durchblutung anregen und das allgemeine Wohlbefinden steigern.

Ein weiterer Pluspunkt: In der Sauna gibt es keine Pollen. Wer draußen stark reagiert, empfindet die pollenfreie Umgebung oft als wohltuend – zumindest für den Moment.

Warum Sauna Heuschnupfen auch verschlimmern kann

Die Kehrseite: Manche spüren in der Hitze trotzdem Brennen oder Reizung – gerade bei ohnehin empfindlicher Schleimhaut. Auch starkes Schwitzen kann dazu führen, dass sich die Haut im Gesicht gereizter anfühlt.

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Problematisch wird es vor allem, wenn Heuschnupfen nicht gut eingestellt ist oder zusätzlich Asthma, Husten oder Atemnot bestehen. Dann kann die Hitze eher belasten als helfen.

Aufgüsse und Düfte – lieber vorsichtig

Besonders kritisch für Allergiker können stark duftende Aufgüsse sein. Ätherische Öle können die Atemwege zusätzlich reizen – auch wenn sie „natürlich“ sind. Wer Heuschnupfen hat, fährt meist besser mit milden oder ganz duftfreien Aufgüssen.

Wann Sauna okay ist – und wann eher nicht

Viele kommen gut zurecht, wenn die Symptome mild sind und die Sauna als kurze Auszeit genutzt wird. Bei starkem Niesreiz, brennenden Augen, verstopfter Nase oder gereizten Bronchien ist Zurückhaltung angesagt. Spätestens bei pfeifender Atmung oder Atemnot sollte man die Sauna meiden.

So nutzt du die Sauna allergikerfreundlich

Weniger Hitze, kürzere Gänge und ausreichend Pausen helfen, die Schleimhäute nicht zu überfordern. Nach der Sauna ist Duschen wichtig, um Schweiß und mögliche Reizstoffe von Haut und Haaren zu entfernen. Wer mag, kann danach die Nase mit Kochsalzlösung spülen, um sie zu beruhigen.

Am Ende ist Sauna kein Wundermittel gegen Heuschnupfen – aber auch kein Tabu. Sie kann kurzfristig guttun, wenn man sie richtig nutzt. Wer merkt, dass Hitze und Düfte die Symptome anheizen, sollte lieber pausieren.

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