Eine Frau schminkt sich

Make-up kann bei Heuschnupfen für zusätzliche Reizungen der Schleimhäute sorgen. Foto: picture alliance / imageBROKER | Aleksei Isachenko

Heuschnupfen und Make-up: Welche Produkte Probleme verstärken können

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Die Augen jucken, die Nase läuft – und trotzdem sitzt morgens das Make-up. Für viele Allergikerinnen (und Allergiker) gehört das einfach dazu. Doch gerade bei Heuschnupfen kann Kosmetik die Beschwerden deutlich verschärfen. Nicht, weil Make-up Heuschnupfen auslöst, sondern weil es gereizte Haut und empfindliche Schleimhäute zusätzlich stresst.

Der Grund: Bei einer Pollenallergie sind Augen, Nase und die Haut im Gesicht ohnehin empfindlicher als sonst. Kommen dann Make-up, Duftstoffe oder bestimmte Inhaltsstoffe dazu, reagieren viele schneller mit Brennen, Jucken oder Rötungen. Besonders rund um die Augen ist die Haut sehr dünn und anfällig – genau dort, wo Mascara, Lidschatten und Concealer aufgetragen werden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei nicht um eine klassische Kontaktallergie, sondern um eine Reizreaktion: Die Belastungsgrenze ist schlicht niedriger.

Augen-Make-up: Der größte Stressfaktor bei Heuschnupfen

Mascara, Eyeliner und Lidschatten gehören bei Heuschnupfen zu den häufigsten Problemverursachern. Beim Auftragen können feine Partikel ins Auge gelangen, im Laufe des Tages lösen sich Rückstände und verteilen sich dort, wo die Schleimhäute ohnehin schon gereizt sind. Besonders wasserfeste Mascara verursacht Probleme, weil sie sich nur schwer entfernen lässt und starkes Reiben nötig wird. Auch krümelnde Produkte oder alte, eingetrocknete Mascara können dazu führen, dass die Augen stärker tränen, rot werden oder sich „sandig“ anfühlen.

Foundation, Puder & Co.: Wenn die Haut dichtmacht

Stark deckende Foundations und großzügig eingesetzter Puder können die Haut regelrecht abdichten. Schweiß, Tränenflüssigkeit und Pollen bleiben länger auf der Haut liegen, was Reizungen verstärkt – vor allem rund um Nase, Augenflügel und Mund. Hinzu kommt, dass Puder beim Auftragen feine Partikel aufwirbelt, die eingeatmet werden oder direkt ins Auge gelangen können. Auch das kann die Symptome verschärfen.

Duftstoffe und Alkohol – doppelt ungünstig

Kosmetikprodukte mit Parfüm oder hohem Alkoholanteil reizen die Haut zusätzlich. Gerade während der Pollensaison reagieren viele Allergiker darauf empfindlicher als sonst. Das betrifft nicht nur Make-up selbst, sondern auch Primer, Fixiersprays und Make-up-Entferner. Was außerhalb der Saison problemlos funktioniert, kann jetzt plötzlich brennen oder jucken.

Weniger ist mehr – besonders in der Pollensaison

In der Hochsaison lohnt es sich, die Make-up-Routine bewusst zu vereinfachen. Viele kommen besser zurecht, wenn sie auf möglichst duftfreie Produkte setzen, leichtere Texturen wählen und auf starke Deckkraft verzichten.

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An besonders schlimmen Tagen kann es helfen, Augen-Make-up ganz wegzulassen oder zumindest Mascara zu pausieren. Wer Kontaktlinsen trägt, sollte besonders vorsichtig sein, weil Make-up-Partikel schneller ins Auge gelangen.

Hygiene nicht unterschätzen

Pinsel, Schwämme und Applikatoren sammeln Pollen, Staub und Produktreste. Werden sie selten gereinigt, landen diese Reizstoffe jeden Morgen erneut im Gesicht. Regelmäßiges Waschen – idealerweise einmal pro Woche – kann die Belastung deutlich reduzieren und Beschwerden vorbeugen.

Wann Make-up bei Heuschnupfen besser Pause hat

Wenn die Augen stark gerötet sind, brennen oder ständig tränen, ist Make-up oft mehr Belastung als Hilfe. Dann ist es sinnvoll, ein paar Tage zu pausieren, die Haut zur Ruhe kommen zu lassen und erst wieder zu schminken, wenn sich die Symptome gebessert haben.

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