Heuschnupfen und Kontaktlinsen

Bei Heuschnupfen sollten Kontaktlinsenträger das Tragen einer Brille in Erwägung ziehen. Foto: picture alliance / imageBROKER | Alf Jönsson

Heuschnupfen und Kontaktlinsen: Wann die Brille die bessere Wahl ist

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Kontaktlinsen sind praktisch – bis die Pollensaison kommt. Dann wird aus „sieht super aus“ schnell „fühlt sich furchtbar an“. Brennende Augen, Tränen, Fremdkörpergefühl: Viele Allergiker merken im Frühjahr sofort, dass Linsen plötzlich nicht mehr gut funktionieren. Die Frage ist dann nicht: Durchhalten oder nicht? Sondern: Wann ist die Brille die bessere, gesündere Lösung?

Bei Heuschnupfen sind die Augen gereizt und produzieren mehr Tränenflüssigkeit. Gleichzeitig landen Pollen auf der Augenoberfläche. Kontaktlinsen können diese Reizstoffe „festhalten“ – zwischen Linse und Auge. Das verstärkt Jucken, Brennen und das Gefühl, ständig etwas im Auge zu haben. Wer dann reibt, macht es noch schlimmer.

Diese Anzeichen sprechen bei Heuschnupfen klar für die Brille

Wenn die Augen trotz Linsen ständig tränen, brennen oder gerötet sind, ist das ein klares Signal. Auch wenn Sie das Gefühl haben, die Linse sitzt „sandig“, oder Sie müssen sie dauernd nachjustieren, ist eine Pause sinnvoll. Spätestens bei Schmerzen, Lichtempfindlichkeit oder verschwommenem Sehen sollten Sie auf Brille umsteigen und das abklären lassen.

Tageslinsen sind oft die bessere Wahl

Wer nicht komplett auf Linsen verzichten will, fährt in der Pollensaison häufig besser mit Tageslinsen. Die werden abends entsorgt – damit sammeln sich weniger Ablagerungen, Allergene und Reizstoffe über mehrere Tage. Monatslinsen können in dieser Zeit deutlich mehr Probleme bereiten, weil sich auf ihnen schneller Beläge bilden.

Augentropfen: Nicht alle passen zu Linsen

Viele Allergie-Augentropfen vertragen sich nicht mit Kontaktlinsen oder dürfen nur mit zeitlichem Abstand verwendet werden. Wer Linsen trägt, sollte deshalb unbedingt prüfen (oder beim Arzt/Apotheker nachfragen), welche Tropfen geeignet sind. Einfach „rein damit“ ist keine gute Idee.

Brille schützt – ganz simpel

Eine Brille ist bei Heuschnupfen oft die unterschätzte Hilfe. Sie wirkt wie ein kleiner Schutzschild: Pollen gelangen etwas weniger direkt ins Auge, und Sie reiben im Idealfall seltener. Draußen kann eine Sonnenbrille zusätzlich helfen – vor allem bei Wind.

Was Sie bei Heuschnupfen trotzdem tun können, wenn Sie Linsen tragen

Wenn Sie bei Linsen bleiben möchten, hilft strikte Hygiene. Hände waschen, nicht reiben, Linsen pünktlich wechseln, Pflegemittel korrekt nutzen. Und: Nach einem Tag mit viel Pollen lieber früher raus mit den Linsen, statt bis spätabends „durchzuziehen“.

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