Heuschnupfen oder Erkältung

Heuschnupfen oder Erkältung? Die MOPO verrät, wie Sie es herausfinden. Foto: picture alliance/dpa | Elisa Schu

Heuschnupfen oder Erkältung? Diese Unterschiede verraten es sofort

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Die Nase läuft, der Kopf ist dicht, ständig wird geniest. Die Frage stellt sich jedes Jahr aufs Neue: Erkältung – oder doch Heuschnupfen? Dabei können sich die Symptome ähneln, die Ursachen sind aber völlig verschieden.

Wer den Unterschied kennt, spart sich falsche Medikamente und unnötige Arztbesuche. Ein Überblick:

Der wichtigste Unterschied: die Dauer

Eine Erkältung kommt meist schleichend, hält ein bis zwei Wochen an und verschwindet dann wieder. Heuschnupfen dagegen bleibt – oft wochen- oder monatelang solange die entsprechenden Pollen fliegen. Wer also „seit Wochen erkältet“ ist, sollte einen Allergietest in Erwägung ziehen.

Das Niesen verrät viel

Bei Heuschnupfen kommt es häufig zu Niesattacken: fünf-, zehnmal hintereinander, oft ohne Pause. Bei einer Erkältung wird zwar auch geniest – aber deutlich seltener und eher vereinzelt.

Die Nase: wässrig oder zäh?

Allergiker haben vorwiegend eine klare, wässrige, laufende Nase. Bei einer Erkältung wird das Sekret hingegen nach ein paar Tagen oft zäh, gelblich oder grünlich – ein Zeichen für die Infektion.

Juckreiz ist ein klarer Hinweis auf Heuschnupfen

Juckende Augen, eine juckende Nase oder ein kribbelnder Gaumen sprechen klar für eine Allergie. Bei einer Erkältung juckt in der Regel nichts – es tut eher weh oder fühlt sich wund an.

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Fieber deutet auf Erkältung hin

Heuschnupfen verursacht kein Fieber. Wer erhöhte Temperatur, Gliederschmerzen oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl hat, kämpft wahrscheinlich mit einem Infekt.

Juckende Augen als Heuschnupfen-Schlüsselsymptom

Tränende, gerötete, juckende Augen sind typisch für eine Pollenallergie. Bei einer Erkältung sind die Augen meist unauffällig.

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Zeitpunkt und Umgebung beachten

Treten die Beschwerden jedes Jahr zur gleichen Zeit auf, etwa im Frühjahr oder Sommer, spricht das stark für Heuschnupfen. Werden die Symptome draußen schlimmer und drinnen besser, ist das ein weiterer Hinweis.

Medikamente liefern Hinweis

Antihistaminika helfen bei Heuschnupfen oft schnell. Bei einer Erkältung bringen sie kaum etwas. Umgekehrt lindern klassische Erkältungsmittel allergische Symptome nur begrenzt.

Kurz gesagt

  • Juckreiz + Niesattacken + klare Nase = Heuschnupfen
  • Fieber + Gliederschmerzen + zäher Schnupfen = Erkältung

Wer unsicher ist oder jedes Jahr lange leidet, sollte die Symptome ärztlich abklären lassen. Denn: Heuschnupfen ist keine harmlose Befindlichkeitsstörung – sondern eine behandelbare Erkrankung.

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