Frau im Homeoffice

Im Homeoffice arbeitet es sich bei Heuschnupfen besser. Sollte man zumindest denken. Doch es gilt ein paar Regeln zu beachten. Foto: picture alliance / Zoonar | Dmitrii Marchenko

Heuschnupfen im Homeoffice: Warum es zu Hause oft schlimmer ist

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Eigentlich logisch: Zu Hause ist es ruhiger, sauberer, entspannter. Und trotzdem sagen viele Allergiker: Im Homeoffice ist der Heuschnupfen schlimmer als im Büro. Die Nase läuft mehr, die Augen jucken stärker, der Kopf fühlt sich schneller matschig an.

Zufall ist das nicht – dahinter stecken ein paar typische Homeoffice-Fallen.

Pollen kommen mit rein – und bleiben da

Zu Hause wird oft häufiger und länger gelüftet als im Büro. Fenster auf Kipp, frische Luft rein – leider auch Pollen. Was von draußen hereinfliegt, bleibt dann im Raum: auf Sofa, Teppich, Vorhängen. Im Büro sorgen oft zentrale Lüftungssysteme und Filter dafür, dass die Luft gleichmäßiger und teilweise gefiltert ist. Zu Hause fehlt dieser Effekt.

Homeoffice findet zudem selten im sterilen Besprechungsraum statt, sondern im Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Textilien sammeln Pollen – und geben sie bei jeder Bewegung wieder ab. Teppiche, Polstermöbel, Kissen: alles schön gemütlich, aber für Allergiker problematisch.

Homeoffice: Keine klare Trennung von draußen und drinnen

Im Büro ist die Regel klar: Jacke aus, Arbeitsplatz sauber. Zu Hause wird die Straßenkleidung gern auf dem Stuhl abgelegt, die Jacke über die Lehne geworfen. Damit landen Pollen direkt im Arbeitsbereich – und bleiben dort stundenlang.

Lüften zur falschen Zeit

Im Homeoffice lüftet jeder nach Gefühl. Oft genau dann, wenn die Pollenbelastung am höchsten ist – mittags oder am frühen Abend. Im Büro gibt es feste Zeiten oder automatische Systeme. Zu Hause braucht es mehr Planung.

Feinstaub und trockene Luft kommen dazu

Gerade im Winter oder bei Inversionslagen kann die Luft zu Hause trockener und stärker belastet sein als im Büro. Trockene Schleimhäute reagieren empfindlicher auf Pollen – das verstärkt die Symptome zusätzlich.

Was im Homeoffice bei Heuschnupfen wirklich hilft

Wer zu Hause arbeitet, sollte ein paar Regeln einziehen: Stoßlüften statt Dauer-Kipp, möglichst zu pollenarmen Zeiten. Straßenkleidung nicht im Arbeitszimmer lagern. Regelmäßig feucht wischen und saugen, am besten mit HEPA-Filter. Nach der Arbeit: Kleidung wechseln, Hände waschen, bei Bedarf Haare ausspülen.

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