Glätte: Mit diesen Tricks kommen Sie sicher durch den Winter
Erneut hat es in Hamburg geschneit, und auch in den nächsten Tagen soll es Neuschnee geben. Der frische Schnee ist auf die teilweise immer noch vereisten Gehwege gefallen und verdeckt nun die potenziellen Rutschfallen – das ist nicht ganz ungefährlich. Wer sich dieser Tage nach draußen begibt, sollte daher doppelt aufpassen und findet hier hilfreiche Tricks, um bei Glätte unfallfrei durch den Tag zu kommen.
Glätte kommt oft ohne Vorwarnung. Eben noch nass, im nächsten Moment spiegelglatt. Besonders tückisch ist die Phase rund um den Gefrierpunkt: Wasser zieht wieder an, dunkle Stellen glänzen nur leicht – und genau dort rutscht man weg. Eisregen und Blitzeis sind dabei die Extremvarianten: Die Eisschicht liegt wie ein Film über allem. Wer das Risiko kennt, kann mit ein paar einfachen Tricks gegen Glatteis viel abfangen.
Glätte-Tricks zu Fuß: So rutschen Sie weniger
Zu Fuß gilt: kleine Schritte, flacher Fuß. Nicht geschniegelt abrollen wie auf trockenem Asphalt, sondern den Fuß möglichst komplett aufsetzen. Ganz so wie die Pinguine. Wer dabei das Tempo rausnimmt, gewinnt Kontrolle. Hände am besten freihalten, also lieber den Rucksack nehmen als schwere Taschen, die am Körper ziehen.
Die richtigen Schuhe sind entscheidend. Weiche Gummisohlen mit Profil packen Glatteis deutlich besser als harte, glatte Sohlen. Wenn es richtig fies wird, sind Überzieher mit Spikes der effektivste Trick überhaupt – unspektakulär, aber extrem wirksam, gerade auf vereisten Nebenwegen. Wer diese nicht zur Hand hat, kann mit Wollsocken oder auch breiteren Gummibändern, zum Beispiel von Einmachgläsern, improvisieren. Zaun oder Geländer in der Nähe? Dann halten Sie sich fest.
Vor der Haustür: Streuen, räumen, vorbeugen
Rund ums Haus hilft vor allem: früh dran sein. Glätte entsteht häufig, wenn Tauwasser am Abend oder in der Nacht wieder gefriert. Wer rechtzeitig streut, hat einen klaren Vorteil. Am besten funktionieren Sand, Splitt oder Streugranulat, weil sie die Fläche aufrauen und sofort Halt geben. Außerdem kann man sie später wieder auffegen und noch einmal verwenden.
Wenn gerade nichts im Haus ist, kann mineralisches Katzenstreu oder Asche als Notfall-Trick funktionieren – Hauptsache, die Oberfläche wird griffig. Wichtig ist auch, Schnee nicht liegen zu lassen: Wird er festgetreten, wird daraus schnell eine Eisschicht, die sich später nur noch mühsam in den Griff bekommen lässt.
Streusalz ist zwar eine wirksame, jedoch leider keine gute Option. Zwar ist es ausnahmsweise noch bis zum 13. Februar erlaubt. Doch es ist umweltschädlich und eine Gefahr für Katzen und Hunde.
Autofahren bei Glätte: Mit diesen Tricks bleiben Sie in der Spur
Im Idealfall gilt: Auto stehen lassen! Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie bei Schnee und Glatteis vor allem die Ruhe bewahren. Sanft anfahren, sanft lenken, sanft bremsen – jede hektische Bewegung kann die Reifen überfordern. Wer früher vom Gas geht und die Motorbremse nutzt, kommt oft besser durch als mit einer späten, harten Bremsung. Abstand ist auf Glatteis das A und O: der Bremsweg wird deutlich länger, selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten. Kurven möglichst entschärfen, also langsamer hineinrollen und mitten in der Kurve nicht abrupt bremsen oder ruckartig lenken. Vor allem: Fahren Sie nicht mit Sommerreifen, sondern nur mit wintertauglicher Bereifung!
Glatteis erkennen: Diese Situationen sind besonders tückisch
Gefährlich wird es vor allem bei „nass-kalt“ rund um 0 Grad, auf Brücken, in Unterführungen und auf schattigen Wegen. Dort hält sich die Kälte länger, Feuchtigkeit friert schneller an. Wer bei solchen Stellen automatisch Tempo rausnimmt, ist deutlich sicherer unterwegs.
Kommen Sie gut durch die Glättezeit!
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