Diese Raupen können krank machen: Was Sie wissen müssen
Juckreiz, Quaddeln, Husten: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können für Menschen gefährlich werden. Das sollten Sie tun, wenn Sie einen Befall entdecken.
Mit dem Mai begann wieder die Saison des Eichenprozessionsspinners. Die Raupen sehen harmlos aus, können aber zum Gesundheitsrisiko werden. Vor ihnen warnen Behörden und Gesundheitsexperten. Der Grund sind die feinen Brennhaare der Tiere.
Eichenprozessionsspinner: Warum die Raupen gefährlich sind
Die Brennhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Kommt es zum Kontakt, können Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auftreten. Auch Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich. Besonders tückisch: Die Haare brechen leicht ab und können vom Wind verteilt werden.
Sie bleiben außerdem lange in der Umgebung erhalten. Das gilt etwa für alte Nester oder den Boden rund um befallene Bäume.
Wo die Raupen des Eichenprozessionsspinners häufig vorkommen
Die Raupen leben vor allem auf Eichen. Oft bewegen sie sich in langen Reihen fort – daher kommt auch ihr Name.
Wer bei Google nach aktuellen Themen sucht, sieht neben den Suchergebnissen oft auch eine Box mit Schlagzeilen. Wenn Sie MOPO.de als bevorzugte Quelle hinterlegen, erscheinen unsere Inhalte häufiger in dieser Schlagzeilen-Box – verlässlicher Lokaljournalismus, aktuelle Nachrichten und wichtige Themen aus Hamburg direkt in Ihrem Überblick.
→ Hier MOPO.de als bevorzugte Quelle einstellen.
Befallen sind häufig einzelne Bäume an Straßen, in Parks oder an Waldrändern. Auch auf Spiel- und Sportplätzen können Eichen betroffen sein.
Was tun bei Raupen oder Gespinsten?
Wer Raupen oder Gespinste entdeckt, sollte Abstand halten. Empfohlen werden 10 bis 15 Meter. Wichtig: Tiere und Nester nicht berühren. Das gilt auch für alte Gespinste, weil die Brennhaare dort noch vorhanden sein können.
Auch im eigenen Garten sollten Nester keinesfalls selbst entfernt werden. Dafür sind Fachfirmen oder die jeweiligen Kommunen zuständig.
Kinder und Hunde fernhalten
Befallene Bereiche sollten möglichst gemieden werden. Kinder und Hunde sollten ferngehalten werden.
Gerade für Hunde kann das Nesselgift der Raupen gefährlich sein. Lässt sich ein Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume nicht vermeiden, kann lange Kleidung helfen. So lässt sich Hautkontakt reduzieren.
Was nach möglichem Kontakt hilft
Nach einem möglichen Kontakt sollte man duschen und die Haare waschen. Getragene Kleidung sollte separat gereinigt werden.
Das könnte Sie auch interessieren: Raupen im Apfelbaum: Was tun, wenn es im Geäst krabbelt?
Wer anhaltende oder schwere Reaktionssymptome hat, sollte eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. (dpa/mp)