Ratgeber

Als Single unter Paaren: So stärken Sie Ihr Wohlbefinden

Drei junge Menschen stoßen im Freien mit Cocktails an und umarmen sich.
Singles, die sich mit ihren Pärchen-Freunden treffen, haben oft den Eindruck: Ich bin hier das fünfte Rad am Wagen. Hilfreich kann es dann sein, souverän aufzutreten

Wenn im Freundeskreis alle vergeben sind, fühlen sich Singles schnell außen vor. Eine Expertin erklärt, wie Alleinstehende selbstbewusst bleiben und ihre eigene Lebenssituation positiv gestalten können.

Alle Freunde sind in festen Beziehungen – nur man selbst ist allein. Für viele unfreiwillige Singles kann das belastend sein. Treffen mit Paaren fühlen sich manchmal unangenehm an, und schnell entsteht das Gefühl, außen vor zu sein.

Doch es gibt Wege, das eigene Wohlbefinden zu stärken und den Fokus auf die eigenen Stärken zu richten.

Nicht als „fünftes Rad am Wagen“ fühlen

„Hilfreich kann dann sein, souverän aufzutreten und sich beim Treffen mit Paaren bewusst nicht als vermeintlich fünftes Rad am Wagen zu fühlen“, sagt Sabine Diabaté vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB).

Wichtig sei vor allem, sich nicht ständig mit Paaren zu vergleichen. Wer den Blick stattdessen auf die eigenen Möglichkeiten richtet, kann die Situation oft entspannter erleben. Denn neben einer festen Beziehung gibt es auch andere Lebensmodelle. Für manche Menschen ist das Singledasein sogar eine bewusste Entscheidung.

Als Single unter Paaren: offen über Wünsche sprechen

Treffen mit befreundeten Paaren gelingen oft besser, wenn offen kommuniziert wird. Singles sollten laut Diabaté klar sagen, ob sie über Partnersuche und Beziehungsfragen sprechen möchten oder nicht.

Wer sich eine Partnerschaft wünscht, sollte sich außerdem nicht unter Druck setzen. Ein bestimmtes Alter sei kein Grund zu glauben, dass eine romantische Beziehung nicht mehr möglich sei. „Sie sind einfach in einem anderen Lebensabschnitt – und diese Situation kann sich womöglich schnell ändern“, sagt die Expertin.

Freundschaften bewusst pflegen

Diabaté empfiehlt Alleinstehenden, nicht nur Freundschaften mit Paaren zu pflegen. Auch Kontakte zu anderen Singles können wichtig sein.

Hilfreich sei die Frage: „Wen brauche ich, wer stützt mich?“ Gleichzeitig bedeute das auch, selbst Zeit und Energie in diese Freundschaften zu investieren. Ein stabiles soziales Umfeld kann dabei helfen, sich weniger abhängig von einer Partnerschaft zu fühlen.

Als Single das Wohlbefinden stärken: Pärchenabende vermeiden

Wer viele Paare im Freundeskreis hat, kann gemeinsame Aktivitäten bewusst gestalten. Statt klassischer Pärchenabende eignen sich etwa Spieleabende oder andere Unternehmungen, bei denen alle gleichermaßen eingebunden sind.

Wenn Gruppen gegeneinander antreten oder gemeinsame Aufgaben lösen, rückt der Beziehungsstatus in den Hintergrund.

Um das Wohlbefinden als Single zu stärken: Zeit allein positiv nutzen

Auch Phasen des Alleinseins sollten bewusst gestaltet werden. Die Soziologin rät dazu, erfüllende Hobbys zu pflegen und soziale Kontakte aktiv zu gestalten.

Wer Interessen nachgeht und ein gutes soziales Netzwerk hat, ist für das eigene Wohlbefinden weniger auf eine Partnerschaft angewiesen. So kann das Single-Leben nicht nur eine Übergangsphase sein, sondern auch eine erfüllende Lebensform. (dpa/mp)

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