Ratgeber
Fenster zerbricht im Flug: Darum sollten Sie immer angeschnallt bleiben
Ein Passagier wird nach dem Start teilweise aus einem zerbrochenen Flugzeugfenster gezogen. Der extreme Zwischenfall zeigt, warum der Sicherheitsgurt auch dann angelegt bleiben sollte, wenn die Anschnallzeichen erloschen sind.
Auf einem Ryanair-Flug von Thessaloniki nach Memmingen ist es kurz nach dem Start zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Ein Passagier wurde durch ein zerbrochenes Fenster ein Stück weit nach draußen gezogen.
„Sein Kopf und seine Schultern ragten aus dem zerbrochenen Fenster heraus“, berichtete eine Augenzeugin im griechischen Rundfunk ERT. Andere Passagiere konnten den Mann zurückziehen. Das Flugzeug kehrte anschließend um.
Gurt schützt bei heftigen Bewegungen
Der Vorfall ist ein Extrembeispiel dafür, warum Reisende während des gesamten Fluges angeschnallt bleiben sollten. Trotz moderner Technik kann sich ein Flugzeug immer wieder heftig bewegen, erklärt das Luftfahrt-Bundesamt in seinen Sicherheitsinformationen für Passagiere.
Auslöser können etwa Turbulenzen sein. Der angelegte Sicherheitsgurt soll in solchen Situationen verhindern, dass Menschen aus ihren Sitzen geschleudert werden.
Im Flugzeug angeschnallt bleiben – auch wenn das Zeichen erlischt
Bei Start und Landung sowie bei erkennbaren Turbulenzen muss die Besatzung die Anschnallzeichen einschalten. Passagiere sind verpflichtet, dieser Aufforderung zu folgen.
Doch auch bei ausgeschalteten Zeichen rät das Luftfahrt-Bundesamt dazu, angeschnallt zu bleiben. So sind Reisende auch bei unvorhergesehenen Ereignissen besser geschützt – wie der Zwischenfall auf dem Ryanair-Flug zeigt.
Besonders vor dem Einschlafen sollten Passagiere noch einmal prüfen, ob der Sicherheitsgurt tatsächlich angelegt ist. Wichtig ist außerdem, dass der Gurt ausreichend straff sitzt. (dpa/mp)
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