Familie
Schulkonflikte: So reagieren Eltern richtig, wenn es auf dem Pausenhof Streit gibt
Streit auf dem Schulhof gehört für viele Familien früher oder später zum Schulalltag. Eine Erziehungsberaterin erklärt, warum Eltern jetzt nicht vorschnell handeln sollten – und welche Unterstützung Schulen bieten.
Kloppereien auf dem Schulhof, verschwundene Gegenstände oder Gehässigkeiten unter Kindern: Mit dem Schulstart des ersten Kindes erleben viele Eltern früher oder später Konflikte im Schulalltag.
Dabei geraten nicht nur die Kinder unter Druck. Auch Eltern fühlen sich schnell emotional betroffen. Der Beschützerinstinkt setzt ein – doch genau hier rät Erziehungsberaterin und Buchautorin Isabel Ruland zu Besonnenheit. „Den Beschützerinstinkt erst einmal beiseitelassen.“
Schulkonflikte: Alle Seiten anhören
Auch wenn das eigene Kind in Schwierigkeiten steckt oder sich ungerecht behandelt fühlt: Wer ruhig bleibt und sich zunächst genau anhört, was passiert ist, kann Konflikte besser lösen.
Dabei gilt laut Ruland: Zuhören bedeutet, allen zuzuhören. Nicht nur dem eigenen Kind, sondern auch der anderen Seite. Erst wenn die verschiedenen Sichtweisen bekannt sind, lassen sich die Fakten besser einordnen und Missverständnisse klären.
Diese Unterstützung gibt es an der Schule
Eltern müssen Konflikte nicht allein lösen. Nach Angaben der Expertin bieten Grundschulen verschiedene Möglichkeiten, um Streitigkeiten zu begleiten und zu entschärfen.
Dazu gehören unter anderem die Klassenpflegschaft, die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer sowie – falls vorhanden – die Schulsozialarbeit.
Schulkonflikte: Sachlich bleiben – auch gegenüber anderen Eltern
Kommt es im Zusammenhang mit dem Streit auch zu Auseinandersetzungen zwischen Erwachsenen, empfiehlt Isabel Ruland einen ruhigen und respektvollen Umgang.
„Lieber immer sachlich bleiben“, lautet ihr Rat. Selbst wenn das Verhalten anderer einen ärgert, sollte man sich nicht provozieren lassen. „Lieber nicht unfein sein“, sagt Ruland. Schließlich sei jeder nur für das eigene Verhalten verantwortlich – nicht für das der anderen. (dpa/mp)
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