Alltag, Stress, Hormone: Lust verändert sich im Laufe der Beziehung. Gut, wenn beide darüber im Gespräch bleiben.

Alltag, Stress, Hormone: Lust verändert sich im Laufe der Beziehung. Gut, wenn beide darüber im Gespräch bleiben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Langeweile im Bett? So sprechen Paare über ihre Wünsche

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In langen Beziehungen kann sich auch im Bett Routine einschleichen. Wer wieder mehr Lust und Nähe erleben will, sollte über Wünsche sprechen – am besten gut vorbereitet und mit Feingefühl.

Am Anfang ist vieles aufregend. Doch mit der Zeit können sich in Beziehungen Routinen einschleichen – auch im Bett. Gegen Langeweile kann helfen, gemeinsam etwas Neues auszuprobieren. Das kostet nach Jahren in einer Beziehung allerdings manchmal Überwindung. Trotzdem ist es wichtig, sexuelle Wünsche und Bedürfnisse in der Partnerschaft anzusprechen.

Langeweile im Bett: Erst Klarheit über eigene Bedürfnisse gewinnen

Sexuelle Bedürfnisse können sich im Laufe des Lebens verändern. Das kann unter anderem mit größeren hormonellen Veränderungen zusammenhängen – etwa Schwangerschaft, Wechseljahren oder einem Rückgang von Testosteron. Wer das weiß, kann neue Wünsche und Bedürfnisse auch nach vielen Jahren Beziehung leichter einordnen und kommunizieren.

„Es ist normal, dass Partner unterschiedliche Bedürfnisse haben“, sagt Petra Beschoner. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin und Ärztliche Leiterin der Akutklinik Bad Saulgau.

Regelmäßiger Austausch kann Paaren helfen

Beschoner rät Paaren, regelmäßig über ihre Bedürfnisse zu sprechen. „Darüber in einer Partnerschaft regelmäßig im Austausch zu sein, ist ausgesprochen empfehlenswert für ein erfülltes Sexualleben und eine glückliche Partnerschaft.“

Wichtig ist dabei der passende Rahmen. Für ein Gespräch über sexuelle Bedürfnisse sollte ausreichend Zeit sein. Auch Entspannung und Ruhe sind wichtig. Störungen von außen sollten vermieden werden.

Gegen Langeweile im Bett: Wünsche klar und selbstsicher ansprechen

Das Gespräch sollte gut vorbereitet sein. Dabei hilft es, sich vorher zu fragen: Welche Fantasien und Wünsche habe ich? Und wie möchte ich sie umsetzen? Diese Wünsche sollten dann möglichst klar und selbstsicher ausgesprochen werden. Das macht es dem Partner oder der Partnerin leichter, sie ernst zu nehmen.

Genauso wichtig ist es aber, der anderen Seite zuzuhören. Verständnis, Geduld und Offenheit helfen. Niemand sollte direkt zu einer Reaktion gedrängt werden.

Expertin: Auch ein Nein akzeptieren

Nicht jeder Wunsch muss erfüllt werden. Wenn der Partner oder die Partnerin etwas nicht möchte, sollte das akzeptiert werden.

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„Es geht darum, gemeinsam neue Wege der Intimität zu erkunden und in der Sexualität Formen der Nähe und Verbindung zu schaffen, die für beide angenehm und befriedigend sind“, sagt Beschoner. Wenn es größere Probleme gibt, kann professionelle Hilfe sinnvoll sein. Dann können eine Sexualberatung, eine Sexualtherapeutin oder eine Paartherapie unterstützen. (dpa/mp)

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