Weniger am Handy hängen: Zwei simple Tricks helfen sofort
Nur kurz aufs Handy schauen – und schon ist wieder Zeit weg. Zwei einfache Gewohnheiten können helfen, den Griff zum Smartphone bewusster zu machen.
Einmal kurz aufs Smartphone schauen. Nur eine Nachricht checken. Und plötzlich hängt man wieder minutenlang auf Social Media fest. Wer das kennt, braucht nicht unbedingt mehr Disziplin. Oft hilft ein schlauer Hebel im Alltag. Zwei simple Tricks setzen direkt bei den automatischen Gewohnheiten an.
Weniger am Handy: Neue Routine statt Automatismus
Ein Trick stammt aus dem Buch „Good Habits, Bad Habits“ der britischen Psychologieprofessorin Wendy Wood. Beschrieben wird er in einem Online-Beitrag der Zeitschrift „Psychologie Heute“. Die Idee: Der gewohnheitsmäßige Griff zum Handy wird mit einer neuen Handlung verknüpft. Wood schlägt vor, jedes Mal ein Familienmitglied anzurufen, wenn man das Smartphone in die Hand nimmt.
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Gerade Großeltern freuen sich oft, regelmäßig die Stimme ihrer Angehörigen zu hören. Gleichzeitig verändert sich dadurch der Blick auf das eigene Smartphone-Verhalten.
Warum der Griff plötzlich „teuer“ wird
Wer sich wirklich an diese neue Gewohnheit hält, überlegt sich laut Wood zweimal, ob er oder sie das Handy überhaupt aus der Tasche holt. Schließlich will man nicht ständig telefonieren.
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So steigt gewissermaßen der „Preis“ für den Griff nach dem Smartphone. Aus dem schnellen Check wird eine bewusste Entscheidung.
Weniger am Handy sein: laut sagen, warum man es nutzt
Ein zweiter Trick setzt ebenfalls auf Verknüpfung. Darauf verweist unter anderem Coach und Autor Joern Kettler. Die Methode kann etwa für Familien funktionieren.
Die Regel: Jedes Mal, wenn jemand zum Smartphone greift, sagt die Person laut, warum sie das gerade tut.
Ein Satz wie „Ich wollte gerade ziellos durch Instagram scrollen“ klingt ausgesprochen plötzlich ziemlich albern. Genau das kann helfen. Im besten Fall sorgt die Regel dafür, dass man das Handy zukünftig bewusster nutzt. Und häufiger mit einem konkreten Ziel, statt aus bloßer Gewohnheit. (dpa/mp)