Warnung vor Flüssigkeit im Ladeanschluss: Ist das Handy jetzt kaputt?
Das Handy soll schnell an die Strippe. Doch dann erscheint auf dem Display eine Warnung: Flüssigkeit im Ladeanschluss. Was nun? Ist das Smartphone hinüber?
Erst einmal: Ruhe bewahren. Auch wenn das Gerät nicht ins Wasser gefallen ist, keinen Regenschauer abbekommen hat und man keine Erklärung für die Feuchtigkeit hat, sollte die Meldung ernst genommen werden. Als Ursache kommt vieles infrage. Kondenswasser etwa. Hohe Luftfeuchtigkeit. Oder feuchter Schmutz in der Ladebuchse. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen lässt sich das Problem wieder beheben.
Flüssigkeit im Ladeanschluss: Sofort Kabel abziehen
Apple und Google empfehlen für iPhones und Pixel-Geräte ein klares Vorgehen. Zuerst muss das Ladekabel sofort abgezogen werden. Danach sollte man nicht weiter herumprobieren.
Wichtig: Nichts in den Anschluss stecken. Kein Werkzeug, keine Wattestäbchen, kein Küchenkrepp – und auch sonst nichts. Wer in der Buchse herumstochert, kann dem Gerät zusätzlich schaden.
Smartphone vorsichtig ausklopfen
Danach sollte das Smartphone mit der Ladebuchse nach unten gehalten werden. Dann kann man es sanft auf die Hand klopfen. So können mögliche Tropfen herauskommen.
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Auch Flusen oder anderer Schmutz können sich auf diese Weise lösen. Gewalt ist dabei tabu. Es geht nur um leichtes, vorsichtiges Klopfen.
Luft und Zeit helfen
Anschließend braucht das Smartphone vor allem eines: Zeit. Das Gerät sollte an einen trockenen Ort gelegt werden. Ideal ist ein Platz mit etwas Luftstrom, zum Beispiel am geöffneten Fenster.
Je nachdem, wie viel Feuchtigkeit sich im Anschluss befindet, kann das Trocknen bis zu 24 Stunden dauern. In dieser Zeit sollte das Handy nicht über Kabel geladen werden.
Warnhinweis prüfen
Bei iPhones kann man alle paar Stunden kurz testen, ob der Warnhinweis noch erscheint. Dazu wird das Gerät kurz ans Netzteil angeschlossen. Bleibt die Meldung aus, kann wieder normal per Kabel geladen werden.
Praktisch bei Pixel-Telefonen: Sie melden automatisch per Push-Nachricht, wenn der Ladeanschluss wieder genutzt werden kann.
Bei Flüssigkeit im Ladeanschluss ist kabelloses Laden eine Alternative
Dauert das Trocknen lange und der Akku ist leer, bleibt noch eine Möglichkeit. Das Smartphone kann kabellos geladen werden, sofern das jeweilige Modell diese Funktion unterstützt.
Ist nach einem Tag immer noch keine Entwarnung da oder erscheint die Warnung weiter, sollte man genauer hinschauen. Dann ist es sinnvoll, nach hersteller- und modellspezifischen Support-Hinweisen zu suchen oder direkt den Hersteller-Support zu kontaktieren.
Diese Fehler unbedingt vermeiden
Nach der Warnung sollte man das Ladekabel nicht immer wieder ein- und ausstecken. Die Hoffnung, dass es „schon irgendwie geht“, ist keine gute Idee. Auch in der Trockenphase gilt: Nichts in die Buchse einführen. Nicht stochern. Nicht drücken. Nicht mit Papier, Wattestäbchen oder Werkzeug nachhelfen.
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Ebenfalls tabu sind vermeintliche Schnelllösungen mit Luftstrahlen, etwa Pressluft aus der Dose. Auch Heißluft oder Hitze durch Haartrockner oder Backofen können dem Gerät schaden. Und auch der bekannte Reis-Trick ist keine Empfehlung. Hersteller raten davon ab, Smartphones zum Trocknen in Reis zu legen. Der Grund: Kleine Reiskörner können Telefone beschädigen. (dpa/mp)