Ab dem 28. April müssen auch alle neuen Notebooks, die in der EU verkauft werden, einen USB-C-Anschluss zum Laden beziehungsweise für den Netzbetrieb haben.

Ab dem 28. April müssen auch alle neuen Notebooks, die in der EU verkauft werden, einen USB-C-Anschluss zum Laden beziehungsweise für den Netzbetrieb haben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

USB-C-Laden ab sofort auch bei Notebooks Pflicht

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Beim Notebook-Kauf gibt es neue Hinweise zu Netzteil und Ladeleistung. Wer genau hinschaut, kann Elektroschrott vermeiden – und möglicherweise Geld sparen.

USB-C als einheitlicher Ladestandard ist bei Smartphones und Tablets längst Alltag. Seit Ende 2024 können Nutzerinnen und Nutzer Ladegeräte und Kabel geräteübergreifend verwenden – unabhängig von Hersteller oder Betriebssystem. Im Idealfall reicht ein einziges USB-C-Netzteil für alle mobilen Geräte. Doch die EU-Regeln gehen noch weiter.

Diese Geräte brauchen schon länger USB-C

Seit Ende 2024 müssen auch viele weitere Geräte eine USB-C-Ladebuchse haben. Dazu zählen etwa E-Reader, Kopfhörer, Headsets, tragbare Lautsprecher, Handheld-Spielkonsolen, Digitalkameras, portable Navis, Funktastaturen und Funkmäuse.

So sieht es die EU-Richtlinie 2022/2380 vor. Sie soll den Ladeanschluss vereinheitlichen und den Alltag für Verbraucherinnen und Verbraucher vereinfachen.

USB-C-Laden: Für Notebooks ist der 28. April der Stichtag

Jetzt kommt die nächste Stufe. Ab dem 28. April müssen auch alle neuen Notebooks, die in der EU verkauft werden, einen USB-C-Anschluss zum Laden oder für den Netzbetrieb haben. Viele Hersteller erfüllen diese Vorgabe bereits seit Längerem. Sie haben ihre Laptop-Modelle schon mit einem ladefähigen USB-C-Port ausgestattet. Dass die Regel kommt, ist seit Oktober 2022 bekannt. Damals genehmigte der Rat der Europäischen Union die Richtlinie.

Notebooks: Netzteil muss nicht mehr immer dabei sein

Was sich nun tatsächlich ändern könnte: Nicht jeder Hersteller wird seinen Notebooks weiterhin ein Ladegerät beilegen. Das ist seit Ende 2024 schon bei den meisten Smartphones und Tablets der Fall. Die EU verfolgt damit auch ein klares Ziel: weniger unfreiwillig gekaufte oder unbenutzte Ladegeräte – und dadurch weniger Elektroschrott.

Käuferinnen und Käufer sollten deshalb künftig genau auf die Angaben im Laden oder online achten. Bei der Gerätebeschreibung von Notebooks müssen Symbole auftauchen. Ein Netzteil-Piktogramm zeigt an, ob ein Netzteil zum Lieferumfang gehört. Ein durchgestrichenes Netzteil-Piktogramm bedeutet: Es ist keins dabei.

Zusätzlich muss ein weiteres Netzteil-Piktogramm über die benötigte Ladeleistung informieren. Angegeben wird eine Spanne in Watt – vom Minimum bis zum Maximum. So läuft es bereits bei Mobilgeräten.

USB-C-Laden: Wer das richtige Netzteil hat, kann sparen

Mit diesen Angaben kann geprüft werden, ob zu Hause schon ein passendes Ladegerät vorhanden ist. Dann kann man bewusster entscheiden, ob man ein Notebook mit oder ohne Netzteil kauft.

Das kann nicht nur Elektroschrott vermeiden. Es kann unter Umständen auch beim Kauf Geld sparen.

Ein Ladegerät für alles braucht genug Leistung

Wichtig ist allerdings die Leistung. Für Notebooks sind in der Regel USB-C-Netzteile ab 65 Watt aufwärts nötig. Solche Netzteile können problemlos auch Smartphones, Tablets oder Bluetooth-Boxen laden. Ein USB-C-Netzteil mit 20 Watt, das vielleicht für ein Smartphone gekauft wurde, reicht dagegen nicht aus, um ein Notebook zu laden oder zu betreiben.

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Auch bei den Kabeln kann es Kompatibilitätsprobleme geben. Nicht jedes USB-C-Kabel kann hohe Leistungen von 65 oder sogar 100 Watt durchleiten.

Diese Ausnahmen gelten

Ausgenommen von der USB-C-Pflicht sind nur Laptops mit einer Leistungsaufnahme von mehr als 240 Watt. Das können etwa Gaming-Notebooks sein.

Ebenfalls ausgenommen sind Geräte, die ausschließlich kabellos geladen werden, etwa Smartwatches. Auch Router bilden eine Ausnahme. Bei ihnen dürfen Hersteller weiterhin selbst entscheiden, wie der Ladeanschluss aussieht. (dpa/mp)

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