Miet-Router macht Internettarif deutlich teurer

Mieten ist bequem, hat aber seinen Preis: Dafür zahlt man laut dem Vergleich 5 bis 13 Euro extra pro Monat.
Mieten ist bequem, hat aber seinen Preis: Dafür zahlt man laut dem Vergleich 5 bis 13 Euro extra pro Monat.

Ein Router zur Miete klingt bequem. Doch ein aktueller Vergleich zeigt: Die monatlichen Zusatzkosten für einen Miet-Router können den Internettarif spürbar verteuern.

Mit dem Internetvertrag allein ist es nicht getan. Wer zu Hause ins Netz will, braucht auch einen Router. Wer kein passendes Gerät besitzt, muss sich entscheiden: kaufen oder mieten. Gerade die Mietvariante kann teuer werden. Das zeigt ein aktueller Marktvergleich des Vergleichsportals Verivox.

Miet-Router können Internettarif um 28 Prozent verteuern

Legt man einen mittelgroßen Internettarif mit 150 Megabit pro Sekunde zugrunde, der knapp 46 Euro im Monat kostet, kann ein Miet-Router den Preis deutlich erhöhen. Entscheidet man sich für ein Top-Modell, steigen die Internetkosten laut Verivox um 28 Prozent.

Auch bei den günstigsten Miet-Routern bleibt der Aufschlag spürbar. Dann verteuert sich der Tarif immer noch um knapp 9 Prozent.

Miet-Router kosten monatlich bis zu 13 Euro extra

In konkreten Zahlen bedeutet das: Je nach Router-Modell und Internetanbieter liegen die monatlichen Mietkosten zwischen knapp 5 und knapp 13 Euro. Abweichungen sind möglich, etwa durch Aktionen.

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Wer stattdessen einen Router kauft, muss zunächst mehr Geld ausgeben. Für gängige Geräte hat Verivox aktuell Kaufpreise zwischen 140 und 300 Euro ermittelt.

Ab wann sich der Kauf lohnt

Der Kauf eines Routers kann sich den Angaben zufolge bereits nach 15 oder 20 Vertragsmonaten rechnen. Im Schnitt dauert es laut Verivox 28 Monate.

Langfristig lohnt sich der Kauf damit praktisch in jedem Fall. Besonders dann, wenn Nutzerinnen und Nutzer sicher sind, ihre Anschlusstechnologie nicht schon nach zwei Jahren zu wechseln – also etwa DSL, Kabel oder Glasfaser.

Verbraucher haben freie Wahl

Seit Sommer 2016 können Verbraucherinnen und Verbraucher selbst entscheiden, welchen Router sie an ihrem Internetanschluss nutzen möchten. Voraussetzung ist nur, dass das Gerät die technischen Anforderungen des gebuchten Tarifs erfüllt.

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Wer einen neuen Internettarif bucht, hat grundsätzlich vier Möglichkeiten: ein vorhandenes Gerät weiter nutzen, einen Router neu oder gebraucht kaufen, ein Gerät beim Internetanbieter mieten oder einen Router bei einem anderen Anbieter mieten.

Miet-Router bietet Service, Kaufgerät mehr Kontrolle

Für einen Miet-Router spricht laut den Experten vor allem der Service. In der Regel profitieren Kundinnen und Kunden von einem Tausch-Service, wenn das Gerät defekt ist.

Ein selbst gekaufter Router ist dagegen vor allem langfristig günstiger. Außerdem haben Nutzerinnen und Nutzer freie Modellwahl und in jedem Fall die volle Kontrolle über die Konfiguration des Geräts. (dpa/mp)