Ratgeber
Die KI-gestützte Bilderzeugung in iOS soll deutlich bessere Ergebnisse liefern als bisher
Apple kündigt bei der Entwicklerkonferenz WWDC Dutzende neue Funktionen an. Im Mittelpunkt steht die neue KI-Siri – doch auch abseits davon gibt es viele Änderungen, die iPhone, iPad, Mac und AirPods praktischer machen sollen.
Bei Apple richten sich derzeit alle Blicke auf Siri. Die neue Assistenzsoftware mit Künstlicher Intelligenz ist die zentrale Ankündigung der Entwicklerkonferenz WWDC.
Nach Verzögerungen soll sie nun mit der neuen Betriebssystem-Generation 27 kommen – voraussichtlich im September. Für Nutzerinnen und Nutzer in der EU gibt es allerdings einen Haken.
Neue Apple-Software: KI-Siri kommt zunächst nur eingeschränkt
Die neue KI-Siri wird zunächst nur auf Englisch verfügbar sein. In der EU müssen Nutzerinnen und Nutzer wegen Streitigkeiten um das Digitalgesetz DMA zumindest auf iPhone und iPad bis auf Weiteres auf sie verzichten.
Doch die WWDC hatte deutlich mehr zu bieten. Apple stellte auch KI-Funktionen vor, die überall und auf allen Geräten verfügbar sein sollen.
Neue Apple-Software: iOS 27 soll deutlich schneller werden
Das nächste iPhone-Betriebssystem iOS 27 soll sich laut Apple deutlich flinker anfühlen. Die Veröffentlichung ist voraussichtlich für September geplant.
Apps sollen bis zu 30 Prozent schneller starten. Bei der Übermittlung von Daten zwischen Geräten per AirDrop soll die Geschwindigkeit sogar um bis zu 80 Prozent höher sein.
Auch ältere Geräte sollen profitieren. Durch ein optimiertes Zusammenspiel mit den Prozessoren soll iOS 27 bis hin zum iPhone 11 schneller laufen.
iPhone soll besser ins Mobilfunknetz wechseln
Viele kennen das Problem: Man entfernt sich von einem WLAN, das Signal wird schwach – doch das iPhone bleibt trotzdem daran hängen. Statt zügig ins Mobilfunknetz zu wechseln, klammert es sich weiter an die schlechte Verbindung.
Das soll sich ändern. Künftig soll das iPhone laut Apple „nahtloser“ das Netz mit der besten Verbindung aufsuchen.
Eigene Lautstärke für den Wecker
Viele nutzen ihr iPhone auch als Wecker. Mit iOS 27 lässt sich die Lautstärke des Wecktons erstmals getrennt von Anrufton und Benachrichtigungen einstellen.
Das ist eine kleine Änderung. Für viele Nutzerinnen und Nutzer dürfte sie im Alltag aber spürbar sein.
„Liquid Glas“ wird lesbarer
Auch am Design schraubt Apple nach. Das im vergangenen Jahr vorgestellte Software-Design „Liquid Glas“ mit seinen weitgehend durchsichtigen Elementen hatte teils Kritik ausgelöst.
Der Vorwurf: Die Lesbarkeit könne darunter leiden. Mit dem Update soll es nun mehr Kontrast geben.
Außerdem können Nutzerinnen und Nutzer mit einem Schieberegler einstellen, wie durchsichtig die Flächen sein sollen.
Safari erkennt Änderungen auf Websites
Apples Webbrowser Safari bekommt eine neue Beobachter-Funktion. Er soll künftig Veränderungen auf Websites bemerken können.
Das kann praktisch sein, wenn man auf die Tour-Ankündigung einer Band wartet. Oder auf saisonale Sorten bei einer Eisdiele.
Auch wenn ausverkaufte Artikel in einen Online-Shop zurückkommen, kann Safari benachrichtigen. Zunächst prüft der Browser die Seiten allerdings nicht häufiger als einmal täglich.
Neue Apple-Software: Safari bündelt Tabs automatisch
Eine weitere neue Safari-Funktion betrifft geöffnete Tabs. Der Browser kann sie künftig automatisch nach Themen gruppieren.
Apple nennt als Beispiele Rezepte oder Shopping-Seiten. Die Tab-Gruppen lassen sich auf Wunsch auch geräteübergreifend mit iPad oder Mac nutzen.
Passwort-App kann Passwörter selbst ändern
Apples Passwort-App warnt Nutzerinnen und Nutzer schon länger vor mehrfach verwendeten oder kompromittierten Passwörtern. Künftig soll sie diese auch eigenständig ändern können.
Allerdings dürfte das zunächst nicht mit allen Websites und Diensten funktionieren. Welche Angebote unterstützt werden, hängt also vom jeweiligen Dienst ab.
Fotoalben auch mit Android und Windows
Über geteilte Alben können Nutzerinnen und Nutzer von Apples Foto-App Bilder miteinander teilen. Künftig sollen auch Menschen mit Android-Smartphones oder Windows-Computern Bilder in voller Auflösung beitragen können.
Apple reagiert damit auch auf Konkurrenz wie Google Photos. Dort ist ein plattformübergreifender Austausch bereits kein Problem.
Neue Apple-Software ermöglicht Automatisierungen per Sprachbefehl
Auch die Shortcuts-App wird einfacher. Mit ihr lassen sich Routinen programmieren, bei denen verschiedene Funktionen und Dienste zusammenspielen. Bisher waren dafür viele Klicks in einem komplex wirkenden Verfahren nötig. Nun sollen Automatisierungen per Sprachbefehl erstellt werden können.
Apples Beispiel lautet: „Wenn ich die Arbeit verlasse, teile Pedro ‚Ich bin auf dem Weg‘ mit meiner geschätzten Ankunftszeit mit.“
Persönliche Safari-Erweiterungen per Prompt
Auch eigene Safari-Erweiterungen sollen möglich werden – jedenfalls per Text-Prompt. Apple zeigte das am Beispiel eines Buttons, mit dem man Kochrezepte speichern und bewerten kann.
Eine solche per Sprachbefehl erzeugte Erweiterung existiert nur im eigenen Browser. Direkt mit anderen Nutzerinnen und Nutzern lässt sie sich nicht teilen. Nachbauen können andere sie aber trotzdem. Dafür kann man ihnen den Prompt weitergeben.
Neue Apple-Software bietet Equalizer für AirPods
Auch Apples Ohrhörer bekommen eine neue Funktion. Für AirPods kommt ein Drei-Band-Equalizer.
Damit lassen sich Höhen, Tiefen und Mitteltöne regeln. Nutzerinnen und Nutzer bekommen dadurch mehr Kontrolle über den Klang.
Mehr Kontrolle für Eltern
Mit den nächsten Betriebssystemen führt Apple Kinder-Accounts ein. Eltern bekommen damit mehr Möglichkeiten, die Nutzung von Geräten einzuschränken.
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Kinder müssen dann etwa erst um Erlaubnis fragen, wenn sie eine neue Website besuchen oder etwas kaufen wollen. Zeitobergrenzen können für einzelne Kategorien festgelegt werden. Dazu zählen Unterhaltung, Spiele und soziale Medien. Die erlaubten Nutzungszeiten lassen sich außerdem nach Tageszeit oder Wochentag anpassen. (dpa/mp)
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