Black Friday und Cyber Monday: So vermeiden Sie Abzocke
Mega-Rabatte, Countdown-Druck, volle Warenkörbe: Black Friday und Cyber Monday bringen viele in Shopping-Stress. So erkennen Sie echte Schnäppchen – und schützen sich vor Betrug und unnötigen Impulskäufen:
Am Black Friday und Cyber Monday überhäufen Händler ihre Kunden mit Rabatten. Vieles wirkt reduziert, manches extrem günstig. Die Folge: Der Überblick geht schnell verloren – und manche greifen zu, ohne nachzudenken. Die MOPO erklärt, worauf Sie an den Aktionstagen besonders achten sollten.
Woher der Black Friday kommt – und warum die Rabatte immer früher starten
Viele Händler starten ihre Aktionen längst vor dem eigentlichen Freitag – mit „Black Week“ oder „Black Deals“. Der Ursprung dessen liegt in den USA: Der Freitag nach Thanksgiving markiert dort traditionell den Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Das ist in diesem Jahr der 28. November. Der Cyber Monday ist der folgende Montag, also der 1. Dezember 2025.
Immer mehr Menschen bereiten sich inzwischen gründlich auf die mit diesen Tagen einhergehenden Rabatte vor. „Viele warten bei geplanten Anschaffungen gezielt auf den November – weil sie wissen, dass es dann vermutlich billiger wird“, sagt Andreas Baetzgen, Werbe-Experte und Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
Warum Millionen dem Rabattfieber verfallen
„Der Black Friday hat auch in Deutschland Kultstatus erreicht“, sagt Hirnforscher und Konsumpsychologe Hans Georg Häusel. Der Mensch orientiere sich an anderen – der Tag sei längst ein soziales Ereignis. „Kaufen ist eine Belohnung, deshalb suchen viele nach Schnäppchen.“ Für Häusel fühlt sich der Aktionstag wie ein Adventskalender an: „Die Menschen sind gespannt, was für sie drin ist.“
Wie Sie echte Deals erkennen – und sich vor Betrug schützen
Doch das Rabattfieber birgt Gefahren. Häusel warnt: Oft schalte der Verstand ab. Deshalb gilt: Preise vorab prüfen! Und bei spontanen Entdeckungen mindestens zwei Stunden warten. „Wenn du das Produkt dann immer noch haben willst, schlag zu.“
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Verbraucherschützer raten außerdem dazu, Preise über mindestens zwei Suchmaschinen zu vergleichen. Countdown-Balken sollten Käufer ignorieren – sie erzeugen nur künstlichen Druck. Von Vorkasse wird abgeraten. Ein weiteres Risiko: Fakeshops. Ein Blick ins Impressum und in Kundenbewertungen schafft Orientierung. Die Verbraucherzentrale bietet zusätzlich einen Fakeshop-Finder.
Laut Schufa-Umfrage wurde gut jeder Vierte in Deutschland schon Opfer von Online-Betrug. Rund um die Rabatt-Tage ist daher besondere Vorsicht geboten. Versicherer werben inzwischen sogar mit Cyberversicherungen, die beim Online-Shopping Schutz vor möglichen Schäden bieten. (dpa/mp)
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