Nebel, Regen, Sonne: So kommen Autofahrer bei wechselhaftem Wetter sicher an
Erst trocken, dann plötzlich nass: Wechselhaftes Frühlingswetter kann im Straßenverkehr gefährlich werden. Der ACE erklärt, worauf Autofahrer jetzt achten sollten.
Morgens Nebel, danach Sonnenschein – und plötzlich heftiger Niederschlag: Schnell wechselndes Wetter ist im Frühjahr keine Seltenheit. Für Autofahrer kann das zur echten Herausforderung werden.
Denn die Bedingungen auf der Straße können sich innerhalb kurzer Zeit stark verändern. Der Auto Club Europa (ACE) gibt deshalb Tipps, wie Autofahrer sicher unterwegs bleiben.
Autofahrer sollten Tempo anpassen und Abstand halten
Ein Teil der Strecke ist trocken, das nächste Teilstück plötzlich regennass. Das kann die Sicht verschlechtern und den Bremsweg deutlich verlängern.
Besonders gefährlich wird es, wenn sich auf der Fahrbahn ein rutschiger Schmierfilm bildet. Pollen- und Blütenreste können zusammen mit Nässe für weniger Grip sorgen. Der Rat des ACE: Tempo runter, Abstand halten.
Wechselhaftes Wetter: Aquaplaning kann schon früh drohen
Auf nasser Fahrbahn besteht außerdem Aquaplaning-Gefahr. Je nach Zustand der Reifen und Höhe des Wasserfilms kann das Driften schon ab 50 km/h auftreten.
Auch hier gilt: Fuß vom Gas. Autofahrer sollten zudem keine plötzlichen Lenkbewegungen machen und nicht abrupt bremsen.
ACE rät: Nicht nur auf die Lichtautomatik verlassen
Nebel, Schauer aller Art und auch tief stehende Sonne können die Sicht stark einschränken. Deshalb sollte die Beleuchtung frühzeitig eingeschaltet werden, damit das eigene Auto besser zu sehen ist. Der ACE rät, das Licht per Hand einzuschalten. Denn die Lichtautomatik reagiert je nach Wetterlage nicht immer zuverlässig – etwa bei Nebel.
Bei einer Sichtweite unter 50 Metern muss die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden. Dann gilt auch: höchstens 50 Kilometer pro Stunde fahren. Wird die Sicht wieder besser, müssen Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte sofort wieder ausgeschaltet werden.
Scheiben und Wischer prüfen
Eine saubere Windschutzscheibe hilft gegen starke Sichtbehinderung durch tief stehende Sonne am Morgen und am Abend. Auch die Scheibenwischer sollten Autofahrer im Blick behalten.
Schmutzige oder abgenutzte Wischblätter sorgen für Schlieren. Das verschlechtert den Durchblick zusätzlich.
Wechselhaftes Wetter: Vorsicht mit Sommerreifen
Auch wenn viele den Sommer herbeisehnen: Stellenweise kann es noch einmal winterlich werden. Das gilt besonders früh am Morgen oder in höheren Lagen. Wer nach der Regel „O bis O“ bereits mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte das bedenken. Im Zweifel kann es sicherer sein, das Auto stehenzulassen.
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Der Grund: Laut ACE verhärtet die Gummimischung von Sommerreifen bei niedrigen Temperaturen. Das kann zu schlechterem Bremsverhalten und unerwartetem Fahrverhalten führen. Auf der sicheren Seite ist, wer die Reifen erst wechseln lässt, wenn die Temperaturen stabil über sieben Grad liegen. Außerdem wichtig: regelmäßig Reifendruck und Profiltiefe prüfen.
Der Gesetzgeber schreibt eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Der ACE empfiehlt jedoch mindestens drei Millimeter bei Sommerreifen und vier Millimeter bei Winter- und Ganzjahresreifen. (dpa/mp)
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