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Nach dem Tankrabatt: So sparen Autofahrer jetzt noch Geld beim Tanken

Zapfsäulen an einer Shell-Tankstelle mit sichtbaren Preisanzeigen und Logos.
Wann, wo und was? Wer tanken muss und sparen will, stellt sich diese Fragen.

Der Tankrabatt ist Geschichte, die Spritpreise sind gestiegen – und die Urlaubssaison läuft. Wer jetzt clever plant, kann trotzdem sparen. Doch nicht jeder Umweg lohnt sich.

Der Tankrabatt ist vorbei. An der Zapfsäule kann sich das deutlich bemerkbar machen. Die befristete 17-Cent-Steuerentlastung auf Benzin und Diesel galt vom 1. Mai bis zum 30. Juni. Seit Juli gelten wieder die regulären Steuersätze.

Am 1. Juli lagen die Tagesdurchschnittspreise laut ADAC bei 2,016 Euro für Super E10 und 1,959 Euro für Diesel. Am Vortag waren es noch 1,923 Euro beziehungsweise 1,859 Euro. Der Spritpreis hängt weiter von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören Rohölpreis, Wechselkurs, Wettbewerb vor Ort und Transportkosten.

Auch die Preissetzung der Mineralölunternehmen spielt eine Rolle. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bleibt deshalb vor allem eine Frage wichtig: Wann und wo tankt man möglichst günstig?

Tanken nach dem Tankrabatt: Apps können beim Sparen helfen

Spritpreis-Apps zeigen, welche Tankstelle in der Nähe günstig ist. Sie können auch helfen, den richtigen Moment zum Tanken abzupassen.

Die Datengrundlage seriöser Apps ist die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt, kurz MTS-K. Tankstellen müssen Preisänderungen für Diesel, Super E5 und Super E10 dorthin melden. Die MTS-K gibt diese Daten an zugelassene Apps und Portale weiter. Zu den Angeboten gehören etwa ADAC Drive, Clever Tanken, Pace Drive, Mehr Tanken oder Benzinpreis-Blitz.

Welche App man nutzt, ist weniger entscheidend als der konsequente Vergleich vor dem Losfahren. Wichtig dabei: Indirekte Rabattprogramme, Coupons oder Mitgliedervorteile werden in der Preisrangliste nicht immer automatisch berücksichtigt.

Wann sich ein Umweg lohnt

Doch wie weit lohnt es sich, für günstigeren Sprit zu fahren? Das Portal „Finanztip“ nennt dafür eine einfache Formel. Sie lautet: Ersparnis bei der Tankfüllung geteilt durch Spritkosten pro Kilometer gleich maximaler Umweg.

Voraussetzung ist, dass man den durchschnittlichen Spritverbrauch seines Autos kennt. Außerdem muss man wissen, wie viel in den Tank passt. Dabei sollte man auch bedenken: Jeder unnötig gefahrene Kilometer belastet die Umwelt zusätzlich.

Tanken nach dem Tankrabatt: Diese Umwege nennt Finanztip

„Finanztip“ hat für drei verschiedene Pkw-Modelle Beispielrechnungen veröffentlicht. Dabei geht es um einen Opel Corsa 1.2 mit 70 PS, einen Volvo XC90 mit 250 PS und einen Clubman Mini Cooper S mit 192 PS.

Die rechnerisch maximal lohnenden Umwege liegen demnach bei 56,25 Kilometern, 47,33 Kilometern beziehungsweise 37,50 Kilometern.

Aber Vorsicht: Zusätzliche Kosten sind dabei nicht enthalten. Dazu zählen etwa Verschleiß, Wertverlust des Autos oder auch der Wert der benötigten Zeit.

E10 kann günstiger sein

Der ADAC rät zudem, nach Möglichkeit auf das teurere Super E5 zu verzichten. Wer stattdessen Super E10 tankt, kann nach Club-Angaben im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent pro Liter sparen.

In der Regel vertragen laut ADAC alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10.

Tanken nach dem Tankrabatt: Autobahntankstellen besser meiden

Wer in den Urlaub fährt, sollte möglichst nicht direkt an Autobahntankstellen nachtanken. Sprit an Autohöfen oder Tankstellen in der Nähe der Autobahn ist in der Regel viel billiger.

Die Preisaufschläge an Autobahntankstellen sind oft extrem hoch. Die MTS-K hat laut „Finanztip“ im vergangenen Jahr bis zu 48 Cent Aufschlag pro Liter ermittelt. Auch im Vergleich zu „Straßentankstellen“ seien die Aufschläge in den vergangenen Jahren im Schnitt deutlich gestiegen.

So sinkt der Verbrauch

Der beste Sprit ist aber der, den man gar nicht erst verbraucht. Vorausschauendes Fahren hilft dabei ebenso wie weniger Tempo.

Auch unnötiges Gewicht im Auto und falscher Reifendruck können den Verbrauch erhöhen. Wer das Auto entrümpelt und auf korrekten Reifendruck achtet, spart unabhängig davon, ob der Preis an der Zapfsäule gerade steigt oder fällt. (dpa/mp)

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