Auto & Mobil
Auto überladen? So vermeiden Sie teure Bußgelder auf Reisen
Koffer, Taschen, Kinderwagen: Beim Packen für den Urlaub ist das Auto schnell voll. Doch wer das zulässige Gesamtgewicht überschreitet, riskiert Bußgelder – und im Zweifel sogar das Ende der Weiterfahrt.Koffer, Taschen, Kinderwagen: Beim Packen für den Urlaub ist das Auto schnell voll. Doch wer das zulässige Gesamtgewicht überschreitet, riskiert Bußgelder – und im Zweifel sogar das Ende der Weiterfahrt.
Noch ein Koffer, noch eine Tasche, noch etwas Ausrüstung: Vor der Urlaubsfahrt stapelt sich im Auto schnell das Gepäck. Gerade Familien kommen dabei oft ans Limit.
Doch entscheidend ist nicht nur, ob alles hineinpasst und sicher verstaut ist. Auch das zulässige Gesamtgewicht des Autos darf nicht überschritten werden. Und die Insassen zählen beim Gewicht ebenfalls mit.
Auto überladen: Diese Bußgelder drohen
Ein überladenes Auto fährt sich unsicher. Außerdem kann es teuer werden, warnt der TÜV Süd.
Bei einem Pkw sind bei mehr als fünf Prozent Überschreitung Geldbußen ab 10 Euro fällig. Bei mehr als 20 Prozent Überladung kommen 95 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg dazu.
Wer mehr als 30 Prozent zu viel geladen hat, muss mit einem Punkt und 235 Euro Bußgeld rechnen.
Auto überladen: Polizei kann Weiterfahrt stoppen
Stellt die Polizei eine Überladung fest, kann auch die Weiterfahrt gefährdet sein.
Im Einzelfall darf es erst weitergehen, wenn entsprechend abgeladen wurde. Für Reisende kann das den Urlaubsstart erheblich erschweren.
So ermitteln Sie das Gewicht genau
Am verlässlichsten lässt sich das finale Reisegewicht auf einer Waage bestimmen. Dafür sollte der Pkw startbereit und vollgetankt sein.
Das Gewicht der Mitfahrer muss anschließend noch dazugerechnet werden. Am besten fahren sie direkt mit auf die Waage.
Öffentliche Waagen gibt es laut TÜV Süd in fast jeder Gemeinde. Adressen lassen sich im Internet oder bei Gemeindeverwaltungen finden.
Auch die Polizei lässt bei Verdacht auf Überladung auf diese Weise nachwiegen.
Auto überladen: Warum Ausrechnen ungenau sein kann
Das Ladegewicht nur auszurechnen, ist möglich. Es kann aber ungenau werden.
Grundsätzlich zieht man vom zulässigen Gesamtgewicht die Leermasse ab. Im Leergewicht sind bereits 75 Kilogramm für den Fahrer enthalten.
Das Ergebnis ist die höchstmögliche Zuladung für Mitfahrer und Gepäck. Diese Posten müsste man dann etwa mit einer Personenwaage wiegen.
Diese Angaben stehen im Fahrzeugschein
Die nötigen Werte stehen laut ADAC in der Zulassungsbescheinigung Teil 1, also im Fahrzeugschein.
Unter F.1 findet sich die technisch zulässige Gesamtmasse in Kilogramm. Unter F.2 steht die im Zulassungsmitgliedsstaat zulässige Gesamtmasse in Kilogramm.
Unter G ist die Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs angegeben. Das ist die Leermasse.
Ausstattung macht das Fahrzeug schwerer
Ein Problem bleibt aber: Das tatsächliche Leergewicht kann höher sein als gedacht.
Im Fahrzeugschein steht laut TÜV Süd meist das Gewicht des Basisfahrzeugs. Zusätzliche Ausstattung kann das Auto schwerer machen.
„Je mehr Ausstattung hinzukommt, umso schwerer wird das Fahrzeug“, sagt Vincenzo Lucà vom TÜV Süd.
Dieses Zusatzgewicht werde aber nicht in die Papiere aufgenommen. Der Individualisierungsgrad sei je nach Modell sehr unterschiedlich.
Auto überladen: Sicher ist nur das Wiegen
Deshalb lässt sich die echte Gesamtmasse eines Fahrzeugs nur durch Wiegen genau bestimmen.
Wer vor der Reise sicher gehen will, sollte den voll beladenen Wagen prüfen lassen. So lassen sich Bußgelder, Punkte und Probleme bei einer Kontrolle vermeiden. (dpa/mp)
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