Zoff um Teilnahme: Er tritt für Israel beim ESC an
Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb in Wien an den Start geht.
Der Sänger, der Israel beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Österreich vertreten wird, steht fest. Der 27 Jahre alte Noam Bettan setzte sich in der Nacht im Finale der Fernsehshow „Hakochav Haba“ („Der nächste Star“) gegen weitere Kandidaten durch. Über die ESC-Teilnahme Israels hatte es eine monatelange Debatte gegeben.
Fünf Länder boykottieren den ESC aus Protest
Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen boykottieren Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien den kommenden 70. ESC in Wien. Auslöser des Gaza-Kriegs war ein Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel am 7. Oktober 2023. Der brutale Umgang Israels mit den Menschen im angrenzenden Gazastreifen löst immer wieder internationale Kritik aus.
Lied des israelischen Sängers noch unbekannt
Medien zufolge beschreibt Bettan die Teilnahme an dem Musikwettbewerb mit den Worten: „Es ist, als würde man sich in die Höhle des Löwen begeben“. Die israelischen Kandidatinnen der Vorjahre waren zum Teil heftig angefeindet und ausgebuht worden. 2025 hatte die israelische Sängerin Yuval Raphael allerdings dank eines überwältigenden Publikumsvotings Platz zwei belegt. Die Veranstalter haben danach die Regeln für die Abstimmungen geändert. Das Publikum hat nun weniger Gewicht, die Rolle der Jury wurde gestärkt.
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Das Lied, mit dem Bettan beim ESC antreten wird, soll israelischen Medien zufolge im März ausgewählt werden. Der Popsänger, der aus einem Vorort von Tel Aviv stammt, hat bereits ein Album veröffentlicht. Seine Eltern stammen Berichten zufolge aus Frankreich. Viele Lieder singt der 27-Jährige auf Französisch. Alle Shows des ESC sind bereits ausverkauft. Am 70. Eurovision Song Contest (ESC) werden insgesamt 35 Länder teilnehmen. (mp/dpa)
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