Großstadtrevier Özgür Karadeniz

Gestatten? Er ist der Neue: Özgür Karadeniz spielt im Großstadtrevier den neuen Wachhabenden Tarkan Yildiz. Foto: ARD/Thorsten Jander

Özgür Karadeniz: Das ist der Neue im „Großstadtrevier“

kommentar icon
arrow down

Wenn am 2. März die neue „Großstadtrevier“-Staffel anläuft, ist für die Zuschauer auch ein neues Gesicht dabei: Tarkan Yildiz. Er ist der neue Wachhabende auf dem 14. Revier und wird gespielt von Özgür Karadeniz. Wer ist der Mann, der den Neuen verkörpert?

Zu seinem Dienstantritt im „Großstadtrevier“ hat Tarkan Yildiz einen Tischkicker dabei. Der ist aus seiner alten Dienststelle und sorgt für reichlich Furore. Tarkans Leidenschaft für Tischfußball steckt schnell auch die Kolleginnen und Kollegen an.

Der neue Wachhabende bringt außerdem Erfahrung und ein großes Netzwerk mit. „Tarkan kann sich auf Menschen einstellen und kennt sehr viele Leute“, sagt Karadeniz über seine Rolle. Das helfe dem Team, auch mal den kurzen Dienstweg zu gehen.

Özgür Karadeniz: Norddeutscher mit Wurzeln am Schwarzen Meer

So weit, so gut. Das ist also Tarkan Yildiz. Aber wer ist eigentlich Özgur Karadeniz? Den Norddeutschen mit Wurzeln am Schwarzen Meer, er wurde 1977 im türkischen Artvin geboren, packt die Lust aufs Spielen früh. Von 1999 bis 2002 lässt er sich an der renommierten Folkwang-Hochschule in Essen ausbilden – danach geht’s direkt auf die Bühne: erste Engagements am Schauspielhaus Bochum und am Theater an der Ruhr.

Ab der Spielzeit 2002/2003 gehört er fest zum Ensemble am Schauspiel Frankfurt, spielt dort die ganze Bandbreite – Klassiker wie moderne Stoffe. Es folgen zahlreiche Stationen in Deutschland und der Schweiz. Und weil er auch singen kann, wird er immer wieder als Musiker besetzt: 2008 ist er in Frankfurt unter der Regie von Florian Fiedler mit dem Liederabend „Türke sucht Superdeutschland – Eine Reise durch Karadeniztan“ zu sehen.

„Tatort“, „Nachtschicht“, „Dogs of Berlin“: Seit 2004 regelmäßig im TV zu sehen

Seit 2004 taucht Karadeniz regelmäßig in Film- und TV-Produktionen auf. Im „Tatort“ ist er seit 2005 in fünf Folgen dabei, außerdem immer wieder in der ZDF-Krimireihe „Nachtschicht“. 2016 spielt er im ARD-Dreiteiler „Mitten in Deutschland: NSU“ und in der ZDFneo-Serie „Bruder“. 2018 ist er in der Netflix-Serie „Dogs of Berlin“ zu sehen. Und am 23. und 24. Februar 2021 zeigt ZDFneo jeweils drei 45-minütige Folgen der Miniserie „Unbroken“ – mit Karadeniz in einer Hauptrolle.

Für eine Rolle nahm Karadeniz 25 Kilo zu – und 50 ab

Auch im Kino ist Karadeniz längst angekommen: 2018 übernimmt er in Cüneyt Kayas Komödie „Verpiss Dich Schneewittchen“ seine erste Kinohauptrolle. Für „Mahmut“, der die Band Hamam Hardrock auf ziemlich unkonventionelle Weise ergänzt – sein massiger Körper dient als Trommel –, legt Karadeniz 25 Kilo zu und nimmt später über 50 Kilo wieder ab.

Zuvor ist er unter anderem in „Parkour“ (2008), „Die Lügen der Sieger“ (2013) und „Taxi“ (2014) zu sehen, außerdem in „Hördur“ (2014), „Fünf Freunde 4“ (2014) und „Gipsy Queen“ (2017). 2018 läuft „Smuggling Hendrix“ beim Tribeca Film Festival in New York – der deutsch-zypriotisch-griechische Film von Marios Piperides wird dort als bester Spielfilm ausgezeichnet.

Das könnte Sie auch interessieren: Ab 2. März: „Großstadtrevier“ mit neuen Folgen und einem neuen Gesicht

2021 dreht Karadeniz mit Johann von Bülow die ZDF-Serie „Was zählt“. 2022 folgt das nächste Paket: die Netflix-Produktionen „Liebeskümmerer“ und „Liebes Kind“, „Der Greif“ für Amazon – und der später Oscar-nominierte Kinofilm „Das Lehrerzimmer“ unter der Regie von İlker Çatak. Ebenfalls abgedreht 2022: „Die zweite Welle“, eine weitere „Nachtschicht“-Folge, zwei „Tatort“-Folgen und der ARD-Fernsehfilm „Wer ohne Schuld ist“.

2025: „Großstadtrevier“ und Rückkehr auf die Bühne

2024 steht Karadeniz wieder für „Nachtschicht“ vor der Kamera, außerdem für „Dünentod: Dünensturm“, die ZDFneo-Serie „All In“ und den Kinofilm „Yellow Letters“. 2025 folgen weitere Drehs: „Seeler: Geld wie Heu“, der „Tatort“ „Blutkultur“, der ARD-Mehrteiler „Die Jagd“ und natürlich das „Großstadtrevier“.

Nach Jahren ohne feste Bühne zieht es ihn 2025 zudem wieder ins Theater: Am Stadttheater Bonn spielt er in der „Dreigroschenoper“ den Peachum, Chef der Firma „Bettlers Freund“ – inszeniert von Simon Solberg.

Es sieht ganz so aus, dass nicht nur Tarkan Yildiz eine große Erfahrung in das „Großstadtrevier“ mitbringt, sondern auf jeden Fall auch Özgür Karadeniz.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test