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Neuer Queen-Film: So wurde Frauenschwarm Rami Malek zu Freddie Mercury

Rami_Malek

Rami Malek spielt Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“.

Foto:

Getty Images

Los Angeles -

Ein Rock-Gott feiert Wiederauferstehung. Farrokh Bulsara. Farrokh wer? Die Fans der legendären Gruppe Queen wissen natürlich, wer so mit bürgerlichem Namen hieß: Freddie Mercury (†45).

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Wie zu seinen größten Zeiten steht das Stimm-Genie mit der 4-Oktaven-Reichweite jetzt wieder auf der Bühne. In Form von „Mr. Robot”. Wieder ratlos?

Das ist die Erfolgsserie, in der Hollywood-Nachwuchs Rami Malek (37) einen Computer-Hacker spielt. Der Sohn ägyptischer Einwanderer verwandelt sich (allerdings mit einer Zahnprothese) in die waschechte Version des gebürtigen Parsi Mercury.

Wir haben den 37-Jährigen zum Interview getroffen und mit ihm über seine Rolle des legendären Rock-Musikers gesprochen, den er im neuen Film „Bohemian Rhapsodie“ (ab 31. Oktober im Kino) spielt.

Rami_Malek_Dierk_Sindermann

Dierk Sindermann traf sich mit Rami Malek zum Interview.

Foto:

Magnus Sundholm

Aber der Gesang im Film „Bohemian Rhapsodie” ist von Freddie oder?

Rami Malek: Manchmal im Hintergrund. Aber vieles singe ich selbst.

Wie geht so etwas?

​Rami Malek: Wir haben Tests mit seiner und mit meiner Stimme gemacht. Und ich war selbst erstaunt wie gut ich dabei abgeschnitten habe. Unglaublich. Wir haben jeden Tag geprobt und dann wurden schließlich vier Songs mit mir in den berühmten Abbey Road Studios aufgenommen.

Singen Sie unter der Dusche?

​Rami Malek: Tun wir das nicht alle?

Freddie Mercury war auch ein guter Tänzer...

​Rami Malek: Eigentlich weniger ein guter Tänzer als ein Star, der wusste, wie er mit seinen Bewegungen die Massen in seinen Bann ziehen konnte. Auch das habe ich mithilfe einer Choreografin gelernt.

Und dann war Freddie auch noch ein begabter Pianist.

​Rami Malek: Und auch das habe ich noch gelernt.

Wie wird man das perfekte Ebenbild eines Idols?

​Rami Malek: Indem man erst gar nicht versucht, in die Haut eines Idols zu schlüpfen. Das hätte ich nie geschafft. Stattdessen habe ich den Menschen Mercury studiert. Und dabei herausgefunden, dass sich in dem extravaganten Bühnenstar ein sehr introvertierter Charakter versteckte. Er sprach oft über seine Einsamkeit und wie er danach strebte, Liebe zu finden. Damit konnte ich mich identifizieren und den Weg in die Rolle finden. Zwischen Freddie und mir gibt es eine Menge Gemeinsamkeiten.

Zum Beispiel?

​Rami Malek: Ich habe wie er einen Sinn für Stil. Ich war schon immer gut angezogen. (grinst) Glaube ich jedenfalls.

Freddie lebte in einem Palast...

​Rami Malek: Da hört die Gemeinsamkeit auf. Ich kann in einem besseren Karton leben. Zu mehr hat es nicht gereicht als ich in New York gewohnt habe.

Freddie hatte drei Katzen, die alle ihr eigenes Zimmer hatten.

​Rami Malek: Ich bin leider allergisch gegen Katzen.

Übereinstimmungen im musikalischen Geschmack?

​Rami Malek: Er liebte Jimi Hendrix und David Bowie – aber auch Oper. Wenn andere zu Rock-Konzerten gingen, hörte er Pavarotti. So geht es mir auch.

Es heißt, der Film hat Ihnen geholfen, eine neue Liebe zu finden (mit der englischen Schauspielerin Lucy Boynton, die im Film Mercurys Ehefrau spielt)...

​Rami Malek (leicht verlegen): Sagen wir es so, es ist eine tolle Chemie zwischen mir und meinem Co-Star.

„Bohemian Rhapsody” beginnt und endet mit dem legendären Auftritt von Queen 1984 im Wembley Stadion beim „Live Aid” Konzert, das 2 Milliarden Menschen im Fernsehen sahen. Wie erlebt man das als Schauspieler?

​Rami Malek: Ein unglaublicher Adrenalin-Stoß. Wir haben das ganze Konzert an einem Tag aufgenommen. Es gab Augenblicke, da glaubte ich zu schweben.

Sind Sie nach den Dreharbeiten wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet?

​Rami Malek: Nicht so ganz. Es gibt Rollen, von denen man sich lösen will, um in die nächste zu schlüpfen. Aber Freddie Mercury ist ein Mensch, von dem ich mich nie abnabeln will.

Aber nach der monatelangen Beschallung mit Queen werden Ihnen doch wahrscheinlich deren Songs zum Hals, pardon zu den Ohren, heraushängen...

​Rami Malek: Im Gegenteil. Nach den Dreharbeiten habe ich mir noch monatelang Tag für Tag die Musik angehört. Klingt verrückt, ist aber wahr.