„Mit der Welt teilen“: Ex-Freundin von Wladimir Klitschko outet sich
Die amerikanische Schauspielerin und Synchronsprecherin Hayden Panettiere hat sich als bisexuell geoutet. Warum entscheidet sie sich nach so vielen Jahren, ihr Schweigen zu brechen?
Zum ersten Mal spricht Panettiere offen über ihre Sexualität. In einem Interview mit dem US-Magazin „Us Weekly“ erklärt sie, dass sie sich bewusst entschieden habe, diesen Schritt jetzt öffentlich zu machen: „Ich habe mich dazu entschlossen, es mit der Welt zu teilen.“ Sie fühle sich nun bereit, wolle Klartext sprechen und sich nicht länger verstecken. „Ich fühle mich wohl dabei, selbstbewusst zu sagen: Ja, ich bin bisexuell“, sagt sie im Interview.
Diesen Teil ihres Lebens versteckte sie
Jahrelang traf sich die Schauspielerin heimlich mit Frauen und ging auf Dates. Dabei sei sie stets wachsam gewesen und habe alles getan, um nicht von Paparazzi entdeckt zu werden. Zu ernsthaften Beziehungen sei es in dieser Zeit nicht gekommen. Sie habe Sorge gehabt, sich wirklich zu verlieben und das nicht geheim halten zu können. Früher habe ihr das Selbstbewusstsein gefehlt, diesen Schritt zu gehen. Hinzu kam die Angst, wie die Öffentlichkeit auf diese Nachricht reagieren würde.
Besonders wichtig sei ihr gewesen, dass ihr Outing ernst genommen werde. Eine Zeit lang habe es sich für sie so angefühlt, „als sei es bloß eine Modeerscheinung, wenn sich Menschen – insbesondere Frauen – outeten und erklärten, sie seien bisexuell oder stünden auf Mädchen“. Dieses Narrativ habe sie auf keinen Fall weiter befeuern wollen.
On-off-Beziehung mit Wladimir Klitschko
Panettiere kam 2010 mit dem Boxer Wladimir Klitschko zusammen. Das Paar trennte sich nach anderthalb Jahren, fand 2013 jedoch wieder zueinander. In den folgenden Jahren verlobten sie sich und bekamen die gemeinsame Tochter Kaya, die mittlerweile elf Jahre alt ist. 2018 folgte schließlich die endgültige Trennung.
Autobiografie brachte die Wende
Am 19. Mai erscheint ihre Autobiografie „This Is Me: A Reckoning“, in der sie laut eigener Aussage „vollkommen brutal ehrlich“ schreibt. Das Buch sei schließlich der Auslöser gewesen, einen Schlussstrich unter das Versteckspiel zu ziehen und sich erstmals authentisch zu zeigen. Im Nachhinein bedauert die 36-Jährige, diesen Schritt nicht früher gegangen zu sein, und findet es traurig, dass er sie so viel Kraft und Mut gekostet hat.