„GNTM“-Models werden angesprüht – „wie beim Lackierer“
„Leute, ich bin nackt!“, ruft Anika. Die 27-Jährige steht in einem Zelt aus Plastik und wird besprüht. Von Kopf bis Fuß. „Das ist wie eine kleine Massage. Wie ein Windstoß“, verrät sie über dieses ungewöhnliche Ergebnis. Bei „GNTM“ werden die Kandidat:innen in der aktuellen Folge mehrere Hauttöne brauner. Heidi Klum hat keine Zeit, sich auf die Sonne an der US-amerikanischen Westküste zu verlassen. Stattdessen wird zur Sprühdose gegriffen. Denn die Models müssen am Strand Bademode präsentieren. Doch nicht alle haben die gleichen Chancen. „Die Männer haben es deutlich einfacher als die Frauen“, sagt sogar die Gastjurorin.
Den regelmäßigen Lesern dieser wöchentlichen „Germanys next Topmodel“-Kritiken wird es aufgefallen sein: Es fehlt Folge 15. Leider konnte sie aus gesundheitlichen Gründen nicht kommentiert werden. Dafür sind wir für Folge 16 von „GNTM“ zurück. Aber was kann in einer Folge schon groß passiert sein?
„Wie beim Lackierer“: Carsten kommentiert das Bräunestudio-„GNTM“
Nun, wer die letzte Folge ebenfalls verpasst hat, dem dürfte am Donnerstag aufgefallen sein, dass da ein neues Gesicht unter den Teilnehmenden ist. Die Frauen haben am Mittwoch eine Konkurrentin mehr bekommen: Safia. Sie musste die letzte Staffel aus gesundheitlichen Gründen abbrechen und bekam dafür von Heidi Klum ein Freiticket. Hier steht sie jetzt. Willkommen im Chaos!

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Das Chaos beginnt in einem kleinen Plastikzelt. Hier werden die Nachwuchs-Models eingesprüht. Sie sollen sonnenbraun und eingeölt für den großen Catwalk aussehen. Denn dort präsentieren sie Bademode, die nur für sie hergestellt wurde. „Leute, ich bin nackt!“, ruft Anika aus dem Zelt ihren Freundinnen zu. „Sieht toll aus!“, sagen die zurück. „Das ist wie eine kleine Massage“, erklärt Anika, während sie splitterfasernackt in dem Zeltchen steht. Vor sich: Der Promi-Sprüher Jimmy Coco. Er verleiht allen Models die künstliche Bräune.

In der Ferne stehen die „GNTM“-Männer und beobachten das Szenario aus sicherer Distanz. Sie wollen den Eingesprühten etwas Privatsphäre schenken. Carsten kommentiert fachmännisch: „Das ist wie in der Werkstatt, beim Lackierer.“
Weibliche Models müssen in hohen Schuhen über den Strand laufen
Dann geht es zum Lauf. Ein riesiger Strand in Los Angeles, gaffende Touristen, die knallende Sonne. Hier müssen die Models über Holzbretter laufen, die zueinander gerade den richtigen Abstand haben, dass es für die Frauen in ihren High Heels knifflig wird. Die Männer dürfen hingegen flache Schuhe tragen. Das bietet natürlich sehr viel mehr Sicherheit und gibt ihnen den Vorteil, dass sie sich nicht um ihre Knöchel, sondern nur um ihren Laufstil Sorgen machen müssen. Da sagt auch Gastjurorin Stella Maxwell: „Die Männer haben es deutlich einfacher als die Frauen.“

„Wie gern hätte ich doch die Schlappen von den Männern“, kommentiert Marlene (20). Immerhin werden die männlichen Kandidaten dafür mehrheitlich in sehr kleine, glitzernde Speedos gesteckt. Über Yanneck und Godfrey sagt der Designer, dass sie aussehen wie griechische Götter.
Alexavius: ein „GNTM“-Sternchen auf hohen Schuhen
Wer tatsächlich eine göttliche Performance ablegt, ist Alexavius. Der 22-Jährige hat beim Umstyling zwar seinen Schnauzer verloren, dafür aber eine Shampoo-Werbung-reife Föhnmähne bekommen. Und: Er ist der einzige Mann, der in High Heels läuft. „So sieht die Zukunft aus“, ruft der Designer begeistert.
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Alexavius’ Performance ist auf jeden Fall hervorzuheben, weil er sich etwas traut, weil er super ist, in dem, was er tut – und weil er eine erfrischend lebendige Repräsentation dafür ist, wie Männer sein dürfen. Gleichzeitig muss man auch all die weiblichen Models loben, die sich in den hohen Schuhen über diesen wackligen Laufsteg getraut haben. Viele von ihnen laufen ausgezeichnet: Aurélie, Merret und Daphne sind da nur drei Beispiele. Verabschieden muss sich hingegen Carsten (49), für ihn ist „GNTM“ nun vorbei.
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