Zwei lächelnde junge Männer vor pinkem Hintergrund

„Last Christmas“–Sänger George Michael (l., mit Wham-Kollege Andrew Ridgeley) starb 2016 mit 53 Jahren Foto: imago/United Archives International

Last Christmas: Stars sterben früher

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Ruhm verkürzt das Leben: Forscher der Universität Witten/Herdecke (UW/H) haben herausgefunden, dass berühmte Sänger und Sängerinnen ein deutlich höheres Sterberisiko haben als weniger bekannte Kollegen. Im Schnitt leben die Stars rund fünf Jahre weniger. 

Johanna Hepp, Christoph Heine, Melanie Schliebener und Prof. Dr. Michael Dufner vom Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik haben 324 berühmte Sänger und Sängerinnen mit 324 weniger bekannten Musikern verglichen. Die Paare waren in Alter, Geschlecht, Herkunft, Genre sowie Solo- oder Bandstatus eng aufeinander abgestimmt. Dadurch konnten Unterschiede identifiziert werden, die tatsächlich auf den Faktor „Prominenz“ zurückzuführen sind.

Stars mit erhöhtem Sterberisiko

Die Auswertung zeigt: Rampenlicht kann tödlich sein. Die Stars hatten ein 33 Prozent höheres Sterberisiko und eine durchschnittlich 4,6 Jahre kürzere Lebensspanne als ihre weniger berühmten Pendants. Insgesamt zeigten Solokünstler unabhängig von ihrer Bekanntheit ein etwas erhöhtes Risiko, möglicherweise, weil eine Band soziale Unterstützung mit sich bringt.

Was Stars belastet

„Berühmtheit bringt Aufmerksamkeit, aber auch Druck. Ständige öffentliche Beobachtung, hohe Erwartungen und Leistungsdruck können psychische Belastungen verstärken“, sagt Johanna Hepp. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Ruhm nicht nur ein Privileg ist, sondern auch gesundheitliche Risiken birgt.“

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Die Studie liefert damit den bislang stärksten Hinweis, dass Ruhm selbst – unabhängig von den üblichen beruflichen Belastungen – die Gesundheit gefährden kann. Sie legt nahe, dass gezielte Unterstützungs- und Präventionsmaßnahmen für Menschen im Rampenlicht sinnvoll sein könnten. (mp)

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