„GNTM“ Folge neun: Fieser Kommentar lässt Tränen bei Tony fließen
In Vorbereitung auf diese „GNTM“-Folge habe ich mich durch die Fotogalerie von ProSieben gewühlt. Die Gedanken in meinem Kopf kann man sich dazu in etwa so vorstellen: „Oberkörperfreie Männer, eingeölte oberkörperfreie Männer, ein Life-Walk, Hilfe, da sind ja die ‚Elevator Boys‘!“.
Für alle, denen dieser Begriff nichts sagt: Die „Elevator Boys“ sind keine Fahrstuhlreparateure. Ganz im Gegenteil. Lieber blockieren die fünf Männer Fahrstühle, schauen einem mit ihren normschönen Augen so tief in die Seele, dass man sich wünscht, keine zu haben, und verkaufen das Ganze als Content auf den sozialen Medien.
Oder um es kürzer und verständlicher auszudrücken: Sie stellen sich vor die Kamera und flirten mit ihr, als sei sie eine reale Person. Mit dieser „Arbeit“ haben sie sich ein Millionen-Publikum aufgebaut – und eine Musikkarriere gestartet (die, wenn man sich die Aufrufzahlen der Lieder anschaut, weniger gut läuft als das Anschmachten auf TikTok und Co.).

Dass die fünf bei „Germanys next Topmodel“ einen Gastauftritt haben, ist zwar keine Neuheit, aber doch immer wieder eine unangenehme Überraschung. Und bestimmt sind Jacob, Luis, Bene, Julien und Tim im Privaten sympathisch. Dennoch stehen sie stellvertretend dafür, dass es weniger Arbeit, Talent oder Ausbildung braucht, um erfolgreich (und reich) zu werden, sondern einfach Glück – und Schönheit nach DIN-Norm. Und darüber darf man sich doch ärgern.
„GNTM“: Boxen für ein Date mit Heidi Klum
Aber nun hinfort mit der Negativität und zum eigentlichen Geschehen der Folge. Wie die Frauen sich zwischen Engeln und Dämonen entscheiden mussten, werden die Männer ebenfalls vor eine Wahl gestellt: Boxen oder Basketball? In Teams starten die Kandidaten in das Shooting. Wer dabei aus dem Team jeweils besser abschneidet, der darf einen Tag mit Heidi Klum verbringen. Ist das der erste Schritt von „GNTM“ zur Datingshow?
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Klum und einige der „GNTM“-Models treffen sich am nächsten Tag auf einem Schrottplatz und schlagen mit Hämmern auf Autos ein. Romantisch. Kandidat Godfrey nutzt die Gelegenheit, um sich bei der Model-Mama über Teilnehmer zu ärgern. „Mit wem verstehst du dich denn nicht?“, will Klum wissen. Da nennt Godfrey Tony – der direkt neben ihm sitzt – und erzeugt für alle eine unangenehme Situation. Tony geht dieser öffentliche Kommentar so nah, dass er sich zurückzieht und weint. Immerhin wird er von Carsten geströtest, der etwas in die Richtung „Godfrey ist ein Arschloch“ sagt.

Während ein Teil der Kandidaten Autos zerschlägt, andere schlechtredet oder Currywurst isst, langweilt sich die andere Hälfte im Loft zu Tode. Aber nur so lange, bis Schnauzer-Patriot Alexavius eine Bowlingbahn aus „Germanys next Topmodel“-Thermosflaschen baut. Wer gewinnt, dem müssen die anderen Models Kuchen backen. Das ist doch mal ein Wettbewerb, den es sich zu gewinnen lohnt!
„Elevator Boys“ im Entscheidungswalk: „Der hat Personality“
Im Entscheidungswalk sitzen sie dann, „die Elevator Boys“, und geben fundierte Kommentare wie „Der hat Personality“ oder „Der hat Charisma“ oder „so stark“ von sich. Über die Wahl, welche drei Kandidaten sicher in der nächsten Runde sind, hat diese Folge das Publikum die Macht. Und das wählt unter anderem Hamburger Luis (24) weiter. Für ihn geht es nach Los Angeles.
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