„GNTM“ Folge drei: „Jetzt fliegen hier gleich die Fetzen“
Forderungen über Forderungen. Ein Kandidat möchte der Einzige mit Schnauzer sein, ein anderer möchte auf gar keinen Fall kochen und einer möchte sein Einsamer-Wolf-Ding durchziehen. Ob sie alle mit ihren Wünschen von Modelmama Heidi Klum (52) erhört werden? Wohl kaum, schließlich haben wir erst Folge drei von „GNTM“. Also anschnallen, Kinder, wir starten in eine dramatische Folge, aufgewertet durch Speedos aus Leder.
Nachdem die männlichen Models in der ersten Folge nicht besonders viel von ihrer Persönlichkeit zeigen konnten, holt Folge drei von „Germanys next Topmodel“ das nun nach – zumindest bei ein paar wenigen. Da gibt es Godfrey (33) aus Wien, der den klassischen „Ich bin nicht hier, um Freunde zu finden“-Part erfüllt. Alexavius (22) aus Graz, der in einem anderen Kandidaten seine große Konkurrenz sieht und ihn zwingend übertrumpfen will. Und Tony (31) aus Berlin, jemand, der endlich die Zuschauer emotional abholt. 26 Männer, drei Persönlichkeiten und ein paar Leder-Speedos: Das ist Folge drei.
57-Jähriger wird WG-Papa bei „GNTM“ und steht direkt in der Küche
Die Folge beginnt mit dem Einzug in ein Loft in Berlin. Jugendherberge nur für die Reichen und Schönen. Lichtdurchflutete Räume, eine gigantische Küche, einen eigenen Sportbereich oder was Godfrey dazu einfällt: „recht eng“. Nun gut, in den im Kreis aufgestellten runden Duschen bleibt nicht viel Platz für Tanz-Moves, das ist wahr. Aber der 33-Jährige möchte möglichst viel Abstand zwischen sich und seine Konkurrenz bringen. Er sieht die Show als „Ellenbogenkampf“.
Wer sich dagegen sehr wohlfühlt und erst mal fröhlich Essen macht, ist Gerhard (57). Er ist der Älteste unter den Männern. Die anderen nennen ihn „WG-Papa“. Gerhard selbst würde seine Rolle eher als „Kindergärtner“ beschreiben.

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Eines seiner Kinder, Matthias, erst unschuldige sechs – äh 26 Jahre alt, wird auch direkt ein bisschen bockig. Keine Lust, Essen selbst zu machen. Können wir bestellen, bitte, bitte Papa? Aber Papa Gerhard tischt Essen auf und Matthias ist froh, einfach nur nicht selbst kochen zu müssen. „Ich achte eher auf Outfits als aufs Essen“, sagt er. Doch leider fliegt Gerhard diese Folge raus. Wie Matthias wohl den Schmerz verkraftet?
Das Lowlight: Es kann nur einen mit Schnauzer geben
Während Godfrey seine Muskeln in Jeans und Karohemd stählt und Matthias nicht kochen muss, zeigt ein anderer Kandidat sich von einer ebenfalls wahnsinnig erwachsenen Seite. Alexavius (22) aus Graz hat es sich in den Kopf gesetzt, dass es nur einen mit Schnauzer geben darf. Und dann wagt es sein Konkurrent Lukas – der noch gar nichts von dem Wettstreit ahnt, den Alexavius da konstruiert – auch mit Schnauer aufzutauchen. Unerhört!
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Gleichzeitig fragt sich Alexavius, wer unter den Männern wohl Drama machen wird, und kommt nicht darauf, dass er es in dieser Folge definitiv selbst ist. Als es nämlich später zum allerersten Catwalk geht, freut sich der 22-Jährige zunächst, das Outfit zu bekommen, was er sich gewünscht hat, allerdings nur so lange, bis er hört, dass für seinen Nemesis Lukas ein Outfit bestimmt ist, das die Show eröffnen soll.

Sofort beginnt er zu überlegen, wie er an Lukas’ Outfit – ein Kleid, bestehend aus Sicherheitsnadeln (andere Models tragen Leder-Speedos) – kommen kann. „Jetzt fliegen hier gleich die Fetzen“, sagt er, als es um die Entscheidung geht, wer was tragen darf. Doch als Lukas das Outfit bekommt, fliegt nichts. Nur vielleicht ein kleiner Teil von Alexavius’ Ego davon.
Das Highlight: Endlich jemand Sympathisches
Wer diese Folge deutlich mehr begeistert als zwei, die sich unbedingt abkapseln und auffallen wollen, ist Tony (31) aus Berlin. Er trägt, seit er ein kleines Kind ist, Hörgeräte, weil er sonst auf beiden Ohren nichts hören kann.
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Einfühlsam erzählt er von seiner Vergangenheit, vom Mobbing an der Schule, und davon, dass es für ihn jedes Mal wieder eine Herausforderung ist, neuen Leuten von seiner Gehörlosigkeit zu erzählen. „Zu schwach, zu behindert, anders“ – solche Kommentare hat er sich in seiner Kindheit anhören müssen, sagt er. Als er eine Runde weiterkommt, breitet sich daher umso mehr ein Gefühl der Erleichterung auf der Zuschauercouch aus.
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