Stefan und Anne Lemcke

Stefan und Anne Lemcke sind am Montagabend als Gast-Investoren in „Die Höhle der Löwen” zurückgekehrt. (Archivbild) Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress

Ankerkraut: Die Gründer sind zurück in der „Höhle der Löwen“

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Zehn Jahre nach ihrem ersten Auftritt: Ankerkraut-Gründer Anne und Stefan Lemcke kehrten am Montagabend als Gast-Investoren in die RTL-Sendung „Die Höhle der Löwen“ zurück – trotz schlechter Erfahrungen.

Schon 2021 hatten sich die beiden Hamburger als sogenannte Gast-Löwen die Pitchs der Teilnehmer angehört, Fragen gestellt und verhandelt. Das Nachrichtenportal „t-online” berichtete zuerst. Nach der Sendung kommentierten Nutzer in den Sozialen Medien Verhalten, Aussehen und Kleidung der Lemckes – vielfach beleidigend und respektlos. Jedoch nicht ohne Folgen: Das Paar veränderte seinen Lebensstil: Sie treiben mehr Sport, haben ihre Ernährung umgestellt, auch an Gewicht haben sie verloren. 

„Die Höhle der Löwen“: Ankerkraut-Gründer investieren 500.000 Euro 

Nun sind die Lemkes in die Löwen-Höhle zurückgekehrt – zur Freude von Unternehmer und Juror Frank Thelen. Es erfülle ihn mit Stolz, dass das Ehepaar nun selbst in junge Gründer investiert, sagte er gegenüber „t-online”. Vor zehn Jahren hatten Anne und Stefan Lemcke an gleicher Stelle ihre Idee gepitcht. Thelen äußerte sich auch zu den Vorfällen im Netz: Hass sei in keiner Weise tolerierbar.

Am Montagabend schlossen die Lemckes mit Thelen einen Deal über 500.000 Euro. Sie ergatterten zehn Prozent der Anteile am Start-up Supernutural. Amelie und Timo Sperber stellen mit einer eigens entwickelten Küchenmaschine Nusscreme aus ganzen Nüssen her – ganz ohne Zusatzstoffe.

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Die Lemckes gründeten Ankerkraut 2013 im Süden von Hamburg. Die Idee: Gewürze und Gewürzmischungen verkaufen. 2016 folgte der Durchbruch in der Löwen-Höhle, 2022 der Verkauf der Mehrheit der Firma an den Lebensmittel-Giganten Nestlé. Darauf folge ein medialer Shitstorm. In den sozialen Medien lehnten Nutzer den Deal ab. Sie warfen dem Gründer-Paar vor, die eigenen Werte verraten zu haben, und verkündeten den Gewürz-Boykott. Trotz des Verkaufs blieb Ankerkraut eine eigenständige Firma mit eigenständiger Marke. Die Lemckes übernehmen seitdem die Rolle der Gesellschafter und Markenbotschafter. (mp)

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