Politik & Wirtschaft

Was passiert, wenn Trump stirbt? Experte gibt Einschätzung zu Tod des US-Präsidenten

US-Präsident Donald Trump spricht im East Room des Weißen Hauses.
US-Präsident Donald Trump (Symbolbild)

Nur acht US-Präsidenten starben im Amt. Trump-Biograf Michael Wolff analysiert das Szenario eines plötzlichen Ablebens des 80-Jährigen – und sieht die Möglichkeit eines historischen Einschnitts.

Immer wieder wird über den Gesundheitszustand von Donald Trump spekuliert. Der 80-Jährige ist seit Januar 2025 der älteste US-Präsident, der je in das Amt eingeführt wurde, und hat im vergangenen Jahr eine Erkrankung der Venen öffentlich gemacht. Zuletzt absolvierte er im Juni den turnusmäßig stattfindenden Gesundheitscheck – und verkündete anschließend, dass die Untersuchung „perfekt“ verlaufen sei. 

Der langjährige Trump-Kritiker und Biograf Michael Wolff beschäftigt sich nun dennoch mit der Frage, was im Falle eines Ablebens des Präsidenten geschehen würde. Im Podcast „Inside Trump’s Head“ („In Trumps Kopf“), den Wolff für das Medienportal „The Daily Beast“ gemeinsam mit dessen Herausgeberin Joanna Coles aufnimmt, sagte Wolff am Mittwoch, Trumps Tod würde für eine „außergewöhnliche Ruhe“ sorgen: „Die Welt würde wieder klarer.“

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Befürchtungen über Ausschreitungen im Todesfall Trumps teilte Wolff nicht. Der Schriftsteller Kurt Andersen hatte zuvor im „The Daily Beast“-Podcast von seinem neuen Roman berichtet, der für 2035 das düstere Szenario aufwirft, dass Trump-Fans nach dessen Tod an eine Ermordung glauben könnten und infolge dessen ein Bürgerkrieg ausbrechen würde.

Was passieren würde, wenn Trump im Amt stirbt

Wolff erklärte stattdessen, dass Trumps Tod dem Ende „jeder dominanten Figur“ der Weltgeschichte gleichen würde, nach deren Ableben die Geschichte wieder neu geschrieben würde. Besonders geht er auf einen spezifischen Fall ein: den plötzlichen Tod während der Präsidentschaft. Dies würde Trump zu einer „ikonischen historischen Figur machen“, so die Überlegung des Journalisten.

Von den 45 bisherigen US-Präsidenten starben nur acht während ihrer Zeit im Weißen Haus, davon vier infolge einer Krankheit sowie vier durch ein Attentat. Als bekanntester Fall gilt der Anschlag auf John F. Kennedy, der im November 1963 in Dallas erschossen wurde. Trump hingegen überlebte 2024 einen Anschlagversuch, als ihn bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania ein Geschoss nur am Ohr traf.

Für Trump komme laut Wolff ein Tod nach seiner politischen Karriere gar nicht infrage. Demnach plane er, auch nach dem Ende der zweiten Präsidentschaft aus seiner Residenz in Mar-a-Lago weiter erheblichen Einfluss auf die US-Politik auszuüben – so wie es bereits während der Regierungszeit von Joe Biden zwischen 2021 und 2025 der Fall gewesen sei.

Nachfolgeregelung: Wer im Todesfall nächster US-Präsident würde

Stirbt ein US-Präsident, so nimmt laut der amerikanischen Verfassung unmittelbar der Vizepräsident seinen Platz ein. Seit Januar 2025 ist das der 41-jährige JD Vance, der sich vom einstigen Kritiker mittlerweile zu einem engen Vertrauten Trumps entwickelt hat. (Dieser Artikel erschien zuerst auf SHZ.de.)

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