US-Außenminister Marco Rubio (Archivbild)

US-Außenminister Marco Rubio (Archivbild) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Evan Vucci

USA und Venezuela wollen diplomatische Beziehungen wieder aufnehmen

Anfang des Jahres haben die USA Venezuela angegriffen und den autoritären Machthaber Maduro gefangengenommen. Nun zeichnet sich ein Wandel in den Beziehungen der beiden Länder ab.

Die USA und die Übergangsregierung Venezuelas haben sich darauf geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen. Der Schritt werde gemeinsame Bemühungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung und zur Förderung der Stabilität in Venezuela erleichtern, teilte das US-Außenministerium mit.

Übergangsregierung bestätigt Wiederaufnahme der Beziehungen

„Unser Engagement konzentriert sich darauf, dem venezolanischen Volk durch einen schrittweisen Prozess zu helfen, der die Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung schafft“, hieß es in der Mitteilung.


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
  • Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
  • Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
  • 16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
  • 28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag

Die Übergangsregierung in Caracas bestätigte die Wiederaufnahme der Beziehungen. Sie sprach von einer neuen Phase eines „konstruktiven Dialogs“, der auf gegenseitigem Respekt, souveräner Gleichheit der Staaten und Zusammenarbeit zwischen den Völkern beruhen solle. Ziel sei es, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Möglichkeiten für eine positive Beziehung zum gemeinsamen Nutzen zu eröffnen, teilte das Außenministerium mit.

Die USA hatten ihre Botschaft in Venezuela 2019 geschlossen und ihr Personal abgezogen, nachdem der damalige autoritäre Staatschef Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abgebrochen hatte. 

Venezuela befindet sich nach Maduros Sturz im Umbruch

Anfang dieses Jahres hatte das US-Militär Maduro und dessen Ehefrau bei einem Angriff auf das südamerikanische Land gefangengenommen und außer Landes gebracht. Beide befinden sich inzwischen in New York, wo ihnen wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden soll. 

Das südamerikanische Land befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des politischen Umbruchs. Delcy Rodríguez, die zuvor Maduros Vize war, übernahm als geschäftsführende Präsidentin die Führung.

Das könnte Sie auch interessieren: SPD und Union zoffen sich um neue Wahlkreise in Hamburg: „Absoluter Blödsinn“

Sie gilt als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, vor allem bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die Trump zugunsten der USA nutzen möchte. Mehrere US-Minister haben sich bereits mit ihr in Venezuela getroffen – jüngst etwa Innenminister Doug Burgum.

Vor ein paar Tagen kündigte auch die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado ihre baldige Rückkehr in ihr Heimatland an. (dpa/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test