Carsten Träger während einer Rede im Deutschen Bundestag (Archivbild).

Der SPD-Abgeordnete Carsten Träger (52) ist nach einem Kollaps im Skiurlaub in Österreich gestorben. Foto: Niklas Graeber/dpa

SPD-Politiker (52) stirbt im Skiurlaub – Kollegen geschockt

Die Flaggen auf dem Bundestag werden auf Halbmast gesetzt. Grund ist ein Todesfall in der SPD-Fraktion: Der Abgeordnete Carsten Träger ist im Alter von 52 Jahren gestorben.

Der Bundestag trauert um den Fürther SPD-Abgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär Carsten Träger. Medienberichten zufolge sei der Politiker am Samstag im Skiurlaub in Österreich kollabiert und in ein Krankenhaus in Innsbruck gebracht worden, wo er gestorben sei. Die Nachricht von seinem überraschenden Tod mache sie tief betroffen, teilte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) mit. „Im Namen des Deutschen Bundestages spreche ich seiner Familie und den Angehörigen mein tief empfundenes Mitgefühl aus. Ich wünsche ihnen alle Kraft in dieser schwierigen Zeit.“

Bundestag trauert, SPD tief erschüttert

Klöckner ordnete nach eigenen Angaben Trauerbeflaggung auf den Liegenschaften des Deutschen Bundestages an. Im Reichstagsgebäude soll ein Kondolenztisch aufgestellt werden. Am Mittwoch werde der Bundestag Carsten Träger im Plenum gedenken.

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte zuvor über den Tod des Abgeordneten informiert. „Wir sind tief erschüttert. Carsten Träger war Umweltpolitiker mit Leib und Seele, ein leidenschaftlicher Sozialdemokrat und ein warmherziger Mensch. Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht zu füllen ist. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen beiden Töchtern“, hieß es in einem Statement. Auch die Unionsfraktion kondolierte in einem Post bei X.

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Von 2002 bis 2013 gehörte Träger dem Stadtrat der fränkischen Stadt Fürth an, ehe er in den Bundestag einzog. Dort wurde er 2018 umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und im vergangenen Jahr zum Parlamentarischen Staatssekretär im Umweltministerium ernannt. Nach Angaben der bayerischen SPD starb er am Samstag „völlig unerwartet“. (dpa/mp)

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