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Schlimme Bilder: Tierschützer decken auf, wie brutal Kühe auf Milchhof gequält werden

München -

Tierschützer haben auf einem Milchkuhbetrieb im Allgäu skandalöse Zustände aufgedeckt.

Wie die Organisation Soko Tierschutz berichtet, habe man mit versteckten Kameras Aufnahmen gemacht, die Tierquälerei schlimmsten Ausmaßes belege. 

Tierquälerei-Vorwürfe gegen Allgäuer Milchviehbetrieb

Es geht um einen Großbetrieb in Bad Grönenbach im Allgäu, der mit dem größten Teil seiner Milch den Angaben zufolge die Käserei Champignon beliefert, die daraus unter anderem Camembert und als weitere Marken Rougette und Cambozola produziert. 

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Aufnahme vom Milchviehbetrieb Endres aus dem Mai und Juni 2019

Foto:

Soko Tierschutz

Die Tiere bei Endres würden mit Tritten und Stichen misshandelt und mit einem Traktor durch die Gegend geschleift. Es würden kranke Tiere verbotenerweise und unter massiver Gewaltanwendung zum Schlachthof gebracht.

Andere kranke Kühe ließe man tagelang ohne Behandlung oder Erlösung vor sich hinvegetieren, bevor sie verendeten.

Außerdem würden Tiere nicht fachgerecht getötet – so würden Kühe langsam und qualvoll an einem Bolzenschuss sterben, statt direkt danach für ein Entbluten zu sorgen. 

Die Tierschützer haben eigenen Angaben zufolge Anzeigen gegen den Betriebsleiter, mehrere Mitarbeiter und einen Tierarzt erstattet.

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Aufnahme vom Milchviehbetrieb Endres aus dem Mai und Juni 2019

Foto:

Soko Tierschutz

Tierquälerei in Bayern: CSU-Politiker warnt spricht von „erschütternden Bildern“

Besonders unappetitlich: Das Fleisch von kranken Kühen soll vereinzelt in den Handel gelangt sein. Die Verbraucherzentrale in Bayern zeigt sich alarmiert.

Thomas Kreuzer, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, reagierte am Donnerstag: „Fest steht: Die Bilder sind absolut erschütternd und was hier passiert ist, muss unbedingt lückenlos aufgeklärt werden“.

Er warnt aber auch davor, hier zu pauschalisieren: „Entscheidend ist aber auch dass der betroffene Betrieb absolut untypisch für das Allgäu und seine Familienbetriebe ist. Es ist ein einzelner Großbetrieb mit 1800 Milchkühen, das hat mit bäuerlicher Landwirtschaft nichts zu tun.“

(red)