Oliver Kirchner (AfD) steht im Plenarsaal vom Landtag von Sachsen-Anhalt am Rednerpult und spricht zu den Abgeordneten.

Oliver Kirchner (AfD) steht im Plenarsaal vom Landtag von Sachsen-Anhalt am Rednerpult und spricht zu den Abgeordneten. Foto: picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Neue Umfrage: Rechtsextreme AfD baut Vorsprung vor Landtagswahl weiter aus

Die AfD baut vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ihren Vorsprung zur CDU aus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Infratest dimap. BSW, Grüne und FDP wären nicht mehr im Landtag.

Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewinnt die AfD laut einer Umfrage an Zustimmung und bleibt mit Abstand stärkste Kraft. Im aktuellen „Sachsen-AnhaltTREND“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von „Magdeburger Volksstimme“, „Mitteldeutsche Zeitung“ und Mitteldeutschem Rundfunk (MDR) liegt die Partei mit 41 Prozent weit vor der CDU mit 26 Prozent.

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Rechtsextreme legen bei Umfragen zu

Im Vergleich zur letzten Infratest-Umfrage im vergangenen September legte die AfD, die vom Landesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, um 2 Prozentpunkte zu. Hinter der zweitplatzierten CDU (minus 1 Prozent) folgen Linke (12 Prozent) und SPD (7). Grüne und BSW liegen bei jeweils 4 Prozent. Sie würden wie die noch mitregierende FDP den Einzug in den Landtag verpassen. Die FDP wird wegen niedriger Werte in der Umfrage nicht einzeln ausgewiesen. Alle sonstigen Parteien kommen auf 6 Prozent. 

Damit verändert sich der Trend aus den letzten Umfragen des Instituts Insa für das Nachrichtenportal „Nius“. Dort sank die AfD von einem Hoch im Oktober von 40 Prozent leicht ab auf zunächst 39 Prozent im Januar und schließlich 38 Prozent im März. 

Ministerpräsident Schulze vor AfD-Spitzenkandidat Siegmund

Bei der Frage, wer die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen AfD (43 Prozent) und CDU (44 Prozent) nahezu gleichauf. 13 Prozent der Befragten machen keine Angabe oder wissen es nicht. Würde der Ministerpräsident direkt gewählt werden, läge Amtsinhaber Sven Schulze (CDU) mit 36 Prozent vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (32 Prozent). 32 Prozent wissen es nicht oder machen keine Angabe.

Das könnte Sie auch interessieren: 71-Jährige aus Kolonie geschmissen: Der Pipi-Krieg im Kleingarten

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen zu etwaigen Wahlausgängen. (dpa/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test