Der Reichstag in Berlin. Laut einer neuen Umfrage würde die AfD erneut stärkste Kraft, wenn am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt würde.

Der Reichstag in Berlin. Laut einer neuen Umfrage würde die AfD erneut stärkste Kraft, wenn am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt würde. Foto: Soeren Stache/dpa

Neue Umfrage: AfD stärkste Kraft – mit Höchstwert

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die AfD als stärkste Kraft in den Bundestag einziehen. Ein Meinungsforschungsinstitut sieht die rechtsextreme Partei auf ihrem höchsten bislang erreichten Wert.

Die AfD erreicht im aktuellen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa einen Höchstwert. Die Partei kommt in der Umfrage, die das Institut wöchentlich im Auftrag der „Bild am Sonntag“ erhebt, auf 28 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche und der stärkste Wert, den Insa bislang für die AfD gemessen hat.

Bundestagswahl: AfD in Umfrage auf neuem Höchstwert

Die Union verharrt demnach auf 24 Prozent, die SPD auf 14 Prozent. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und fallen auf 12 Prozent, die Linke bleibt bei 11 Prozent. BSW und FDP kommen unverändert auf jeweils 3 Prozent und würden den Einzug ins Parlament verpassen, wenn nun ein neuer Bundestag gewählt würde. Für den Sonntagstrend befragte Insa vom 20. bis zum 24. April 1.203 Menschen, die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. 

Da die anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, wären regierungsfähige Mehrheiten laut Insa damit nur in Dreierbündnissen möglich: Union, SPD und Grüne kämen zusammen auf 50 Prozent, Union, SPD und Linke auf 49 Prozent. 

Bisher höchster Wert von 27 Prozent bei YouGov   

Auch in Umfragen anderer Institute wie der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF-„Politbarometer“), Forsa und YouGov war die AfD zuletzt stärkste Kraft vor der Union geworden. Den bisher höchsten Wert hatte sie mit 27 Prozent bei YouGov erreicht, die Union kam in der Umfrage zur Bundestagswahl auf 23 Prozent. YouGov hatte zwischen dem 10. und 13. April insgesamt 2.178 wahlberechtigte Personen befragt.

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Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge. (dpa/mp)

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