Iran: Mullahs fürchten US-Invasion – und drohen Protestierenden mit „Vernichtung“
Die Propaganda der Mullah-Machthaber im Iran bringt eine neue Lesart der Massenproteste ins Spiel: Die Demonstranten wollten demnach eine Militäraktion der USA provozieren. Die Führung droht der Protestbewegung mit Vernichtung.
Irans Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf wirft der Protestbewegung im Land vor, die Grundlage für eine Militärintervention der USA schaffen zu wollen. Die „Feinde“ müssten jedoch wissen, dass die Verteidiger des Landes sie vernichten würden, sagte Qalibaf laut Übersetzung des iranischen Propagandakanals Press TV.
Regierung im Iran droht mit Festnahmen und Gewalt
Der Parlamentssprecher bezeichnete die seit Tagen anhaltenden Massendemonstrationen gegen die iranische Führung als einen von den USA inszenierten terroristischen Krieg gegen das Land. Teilnehmer an „Terrorakten“ würden mit Gewalt verfolgt und die bei den Unruhen Festgenommenen bestraft.
Das könnte Sie auch interessieren: Aktivisten: Mindestens 65 Tote nach Demonstrationen im Iran
Die Proteste hatten Ende Dezember begonnen, ausgelöst durch eine massive Wirtschaftskrise und einen plötzlichen Absturz der Währung Rial. In Teheran gingen zunächst wütende Händler auf die Straße. Danach weiteten sich die Proteste auf das gesamte Land aus und richteten sich gegen die iranische Führung. Das genaue Ausmaß bleibt jedoch auch wegen einer weitgehenden Internetsperre unklar. (mp/dpa)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.