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Besser wechseln: Über 30 Prozent – so dreist erhöhen die Stromanbieter ihre Preise

Stromzähler_Finanztest_Strompreise

Den Strom- oder Gasanbieter zu wechseln, kann schnell mehrere Hundert Euro bringen.

Foto:

picture alliance / Jens Büttner/

Berlin -

„Finanztest“ hat Strom- und Gastarife verglichen – und eine gute und eine schlechte Nachricht für seine Leser. Die gute Nachricht: Für Neukunden sind die Gaspreise so günstig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die schlechte: Wer länger als ein Jahr bei seinem Stromanbieter bleibt, soll nicht selten ab dem zweiten Jahr kräftige Preiserhöhungen von 30 Prozent und mehr hinnehmen.

Die Tester raten in diesen Fällen, dringend zu wechseln. Das könne schnell einige Hundert Euro Vorteil pro Jahr bringen – gerade für Kunden, die sich bislang nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben und noch in der Grundversorgung der örtlichen Stadtwerke stecken.

Wer jedes Jahr wechselt, spart am meisten

Aktive Kunden wählen Bonustarife, nehmen die hohen Neukundenboni im ersten Jahr mit und wechseln rechtzeitig vor einer Vertragsverlängerung zum nächsten Anbieter. Der Nachteil dieser Verträge: Werden sie nicht rechtzeitig gekündigt, verlängern sie sich meist automatisch um zwölf Monate oder mehr. Und ohne den Bonus sind sie ab dem zweiten Jahr teurer als zuvor.

Wer jedes Jahr aktiv wird und seine Energieverträge prüft, könne deutlich sparen, erklärt „Finanztest“. Ein Beispielkunde aus Berlin mit einem Jahresverbrauch für Gas von 20.000 kWh kann durch einen Wechsel etwa 514 Euro sparen.

Flexible Tarife für Bequeme

Jedes Jahr den Anbieter zu wechseln, ist vielen jedoch zu aufwendig – sie bevorzugen flexible Tarife, die sich nach einer Mindestlaufzeit im zweiten Jahr monatlich kündigen lassen. Die haben meist günstige Arbeits- und Grundpreise, dafür müssen Kunden hier auf die Neukundenboni verzichten. Dadurch sollen aber auch die Preise vergleichsweise stabil bleiben – so zumindest das Verkaufsargument.

Um das zu überprüfen, hatte die „Finanztest“-Redaktion ihre Leser dazu aufgerufen, ihr Preiserhöhungsschreiben und Vertragsunterlagen der Anbieter zuzuschicken. Denn nur vier der 19 Anbieter von flexiblen Tarifen für bequeme Kunden wollten offiziell Auskunft über die Preisentwicklungen geben. Mehr als 60 Leser folgten dem Aufruf.

Bei Preiserhöhungen kann es sich lohnen zu verhandeln

Bei vielen wurden die Preise nach dem ersten Jahr um 30 Prozent und mehr erhöht. Die größte Erhöhung gab es bei einem Leser aus Rheinland-Pfalz: Anbieter Elogico wollte für seinen Stromtarif Elo12/12 gleich 34 Prozent mehr haben. Ein anderer Leser aus Hessen hatte sich extra für einen günstigen Stromtarif ohne Bonus entschieden, um eine Preiserhöhung im zweiten Vertragsjahr zu vermeiden. Doch Anbieter Grünwelt schlug direkt 32 Prozent drauf.

Der Rat von „Finanztest“: Am meisten lässt sich durch aktives Wechseln sparen. Wem das zu aufwendig ist, der sollte flexible Tarife mit kurzen Kündigungsfristen wählen und dabei auf Preisgarantien achten. Sollte der Anbieter dann eine Preiserhöhung ankündigen, hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht. In diesen Fällen kann es sich aber auch lohnen zu verhandeln. „Fragen Sie Ihren Versorger bei einer Preiserhöhung nach günstigeren Preisen“, rät „Finanztest“. Mehrere Leser hatten berichtet, dass ihnen daraufhin günstigere Tarife angeboten wurden.

(bbm)