Enormer Energiebedarf: So will der Bundesdigitalminister den KI-Stromhunger decken
Der Boom bei Künstlicher Intelligenz treibt den Strombedarf stark nach oben. Das war auch Thema auf dem KI-Gipfel in Neu-Delhi. Deutschlands Digitalminister Wildberger sieht langfristig Handlungsbedarf. Was sind die Möglichkeiten?
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger geht davon aus, dass steigender Strombedarf durch KI in den kommenden Jahren über die aktuelle Versorgung gedeckt werden kann. Längerfristig brauche man andere Lösungen, sagte der CDU-Politiker der Deutschen-Presse-Agentur zum Abschluss des KI-Gipfels in Neu-Delhi, ohne konkreter zu werden.
KI-Boom lässt Strombedarf steigen
Man diskutiere darüber auf europäischer Ebene, sagte Wildberger und verwies auf Gespräche, die er in der indischen Hauptstadt mit Norwegen geführt habe. Das Land hat bei erneuerbaren Energien einen Standortvorteil – Stichwort Wasserkraft.

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Der KI-Boom mit dem Ausbau großer Rechenzentren wird nach Einschätzung von Fachleuten den Strombedarf stark steigen lassen. Gleichzeitig versucht die EU, bis 2050 klimaneutral zu werden. Gas- und Kohleverbrennung zur Stromerzeugung scheiden damit langfristig aus. Deutschland ist zudem aus der Atomkraft ausgestiegen.
Hoffnung Kernfusion
Wildberger hofft auch auf Kernfusion als neue klimaneutrale Energiequelle. Dabei werden anders als bei der Kernspaltung in herkömmlichen Atomkraftwerken, Kerne verschmolzen, wobei Energie entsteht. Bisher wird damit nur experimentiert. Experten sind sich angesichts schwieriger technischer Fragen uneins, ob und wann das Prinzip praktisch zur Stromversorgung genutzt werden kann.
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„Ich glaube, langfristig, so in zehn Jahren, kann das ein wichtiger Baustein sein“, sagte Wildberger. „Kurz- und mittelfristig, glaube ich, brauchen wir natürlich andere Lösungen. Dazu gehören natürlich auch die Erneuerbaren.“ Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, dass das erste Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland entsteht. (dpa/mp)
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