Die größte Show der Welt — und eine krasse Provokation für Trump
60 Jahre Super Bowl, ein Jubiläum in unruhigen Zeiten. Wie schon zum 50. findet das Football-Megaevent (Mo., 0.30 Uhr MEZ, New England Patriots gegen Seattle Seahawks) im Großraum San Francisco statt, der Bay Area – aus Sicht der aktuellen US-Regierung der Endgegner schlechthin. Der wohl linkeste Lebensraum in den USA und das Milliardenbusiness NFL – ein spannendes Aufeinandertreffen.
Dass in San Francisco und der Bay Area alles anders ist, nahm auch die bisher als eher konservativ geltende NFL zur Kenntnis – oder es war ihr gar nicht so unrecht? Dazu später mehr. Auf jeden Fall war der Auftritt von Zaileen Janmohamed (47) zur Eröffnungspressekonferenz des Super Bowl LX bestimmt eine Herausforderung für das Trump-Universum. Da steht eine indischstämmige Muslima, Präsidentin und CEO des Host Committee, das nicht nur den Super Bowl, sondern auch die Fußball-WM in San Francisco organisiert, und strahlt. Dann legt sie los, beinahe schon lyrisch: „Willkommen in einer Region, in der das Unmögliche unvermeidlich wird. Willkommen an einem Ort des Optimismus, der Vorstellungskraft, der Neugier, der Diversität und der unermüdlichen Beharrlichkeit.“

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