Politik & Wirtschaft

Deutscher Spielzeug-Hersteller ist pleite

Messestand von rolly toys mit Kindertraktoren, Kipplastern, Schubkarren und Absperrelementen in Nürnberg.
Das Familienunternehmen wurde 1938 gegründet und brachte 1966 seinen ersten Trettraktor auf den Markt. (Archivbild)

Ein Traditionsbetrieb aus dem Jahr 1938 steht vor dem Aus. Wie es mit der Produktion des Spielzeugherstellers weitergeht.

Der oberfränkische Spielzeughersteller „Rolly Toys” schließt infolge der Insolvenz das Werk in Neustadt (Bayern), die Produktion endet zum 31. Dezember 2026. Mehr als 110 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

Trettraktoren, Gokarts, Schlitten und Kinder-Baufahrzeuge fabrizierte das Familienunternehmen seit rund 60 Jahren bei Coburg in Oberfranken. Ein Sanierungsversuch in Eigenverwaltung scheiterte, monatelang wurde vergeblich nach einer Lösung gesucht, wie die „Bild”-Zeitung berichtete.

Die Marke „Rolly Toys” soll trotzdem in Zukunft weiterbestehen. Zwei Interessenten seien noch im Rennen. Sie wollen die Produktion allerdings an einen anderen Standort verschieben.

Viele Mitarbeiter kurz vor dem Rentenalter

Die Gründe für das Aus: der Verlust eines Großkunden, gestiegene Energie- und Materialkosten, die Konkurrenz aus China sowie die Auswirkungen der US-Zölle.

Für viele der Beschäftigten komme die Schließung besonders hart: Zahlreiche Mitarbeiter stehen kurz vor dem Rentenalter. Sie müssen sich nun beruflich neu orientieren. (mp)

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