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Blut an den Händen: So heftig attackiert Rechtspopulist Merkel auf Twitter

Die Terroranschläge in Deutschland sind für die Rechtspopulisten in ganz Europa ein gefundenes Fressen. Dabei haben die Politiker einen Hauptschuldigen für die Gewaltakte ausgemacht: Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

Besonders Merkels Flüchtlingspolitik sorgt bei Europas rechtspopulistischen und nationalkonservativen Parteien für heftige Kritik.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders brachte dabei seinen Unmut mit einer überaus drastischen Darstellung deutlich zum Ausdruck: Er twitterte eine Fotomontage, die die Bundeskanzlerin mit Blut befleckten Händen zeigt.

Dank „feiger Typen“ wie Merkel und des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte seien die Grenzen noch offen und habe „der Islam“ freies Spiel, schreibt Wilders: „Danke Angela und Mark fürs Reinlassen dieser Terroristen.“ 

Auch andere Politiker gingen nach den Anschlägen von Ansbach auf Merkel los.

Der ehemalige Chef der europakritischen Ukip-Partei in Großbritannien, Nigel Farage, nannte die Entscheidung der Kanzlerin, ungehindert Flüchtlinge ins Land zu lassen, die schlechteste, die je ein europäischer Politiker seit 1945 getroffen habe.

Der französische Front National haute ebenfalls ordentlich drauf: „Die Aufnahme von Migranten ist ein Wahnsinn, wie wir ständig warnen“, schrieb Vize-Parteichef Florian Philippot auf Twitter.

Die Abgeordnete Marion Maréchal-Le Pen, die Nichte von Parteichefin Marine Le Pen, ging noch weiter: „Wie viele Terroristen gibt es unter Merkels Million Flüchtlingen? 10? 100? 1000? Unverantwortlich.“

Ungarns rechtskonservativer Ministerpräsident Viktor Orban sieht schon lange einen Zusammenhang zwischen der Einwanderung und dem Terrorismus. „Darüber braucht man nicht zu debattieren, das ist eine Tatsache.“ Er will deswegen gegen die EU-Quotenregelung per Referendum vorgehen. Für die Kampagne bekommt Orban Beifall von der rechtspopulistischen FPÖ in Österreich, aber auch von AfD und Pegida in Deutschland.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist ebenfalls unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik und fordert einen radikalen Kurswechsel in Europa: „Der Terror in Europa zeigt, dass wir eine andere Ausländerpolitik brauchen. Die Politik der offenen Grenzen und der falschen Toleranz muss beendet werden.“

(Mit Material der dpa)