Panorama

Wer Badehose trägt, muss Bußgeld zahlen: Dorf in Italien kämpft gegen Touristenmassen

Der Badeort Varenna am Comer See ist bei Tourist:innen weltweit beliebt.
Der Badeort Varenna am Comer See ist bei Tourist:innen weltweit beliebt.

Der Comer See ist bei Tourist:innen sehr beliebt. Nun herrscht dort eine strenge Kleiderordnung. Wer sie nicht einhält, muss zahlen.

Das Umherlaufen mit nacktem Oberkörper ist in Varenna am Comer See ab sofort verboten. Wer sich nicht daran hält, muss Bußgelder bis zu 200 Euro zahlen.

Das berichtet der „Spiegel“. „Die Lebensqualität unserer Einwohner darf nicht auf dem Altar des Massentourismus geopfert werden”, sagt der Bürgermeister Mauro Manzoni von Varenna am Comer See dem lokalen Radiosender „Comozero”. „Varenna ist ein wunderbares Dorf und wir sind stolz darauf, jedes Jahr Hunderttausende Besucher aus aller Welt willkommen zu heißen.“

Weitere Verbote im Badeort

Die Behörden versuchen die steigenden Besucherzahlen zu bewältigen. Gleichzeitig wollen sie das Erscheinungsbild des Dorfes erhalten und den etwa 650 Einwohner:innen Ruhe zu ermöglichen. Zusätzlich wurden Reisegruppen ab 25 Personen verboten, um die engen Gassen vor Ort nicht zu blockieren. Das Benutzen von Lautsprechern wurde Reiseführer:innen untersagt.

Die Einheimischen von Varenna freuen sich bereits

Laut dem Bericht befürworten die Dorfbewohner:innen die neuen Regeln, die Ende Juni beschlossen wurden. Besonders froh sind sie über die neue Kleiderordnung in Geschäften, Kirchen, Restaurants oder öffentlichen Plätzen.

Varenna ist nicht das erste Dorf mit Maßnahmen dieser Art. Vergleichbare Bußgelder für das Herumlaufen in Badekleidung wurden dem Spiegel zufolge in Sorrent bereits 2022 eingeführt. In der Küstenstadt Portofino wurden 2023 Selfies untersagt und Tourist:innen dürfen sich an sogenannten „Nicht-Wartezonen” nicht mehr lange Zeit aufhalten. (js)

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