Iran Proteste München Hinrichtung

In München wurde gegen die Hinrichtung Gefangener im Iran protestiert (Archivbild). Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber | Wolfgang Maria Weber

Weil sie für Israel spioniert haben sollen: Mehrere Männer im Iran hingerichtet

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Seit Kriegsbeginn durchläuft der Iran eine neue Hinrichtungswelle: Im Iran sind fünf weitere Menschen in kurzer Folge hingerichtet worden.

Drei Männer seien am frühen Morgen im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet worden, berichtete die mit der iranischen Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Den Männern werde vorgeworfen, in der Stadt Maschhad im Nordosten des Landes, an Protesten teilgenommen und an einer Verschwörung mit Verbindungen zu Israel beteiligt gewesen zu sein.

Erst am Samstag hatte der Iran zwei Männer hingerichtet. Der oberste Gerichtshof habe die Todesurteile wegen der Spionage für Israel und Kooperation mit dem israelischen Geheimdienst bestätigt, hieß es ebenfalls bei Misan. Die Männer hätten demnach vertrauliche Informationen weitergegeben.

Hinrichtungen im Iran: äußerste Härte gegen Kritiker

Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äußerster Härte gegen Kritiker vor. Mehrere Männer wurden seitdem bereits wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit langem den Einsatz der Todesstrafe im Iran.

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Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen vor allem als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks „HRANA“ mehr als 2000 Menschen hingerichtet – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. (dpa/mp)

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