Affenbaby

Das IKEA-Stofftier ist für Punch eine Art Mutterersatz. Foto: AFP

Wegen Affenbaby Punch: Nachfrage bei IKEA-Kuscheltier explodiert

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Ein kleines Affenbaby, ein orangefarbenes Plüschtier – und plötzlich spielt sich ein weltweiter Run auf ein IKEA-Produkt ab. Im Mittelpunkt: Punch, der japanische Makake (Schneeaffe) aus dem Ichikawa City Zoo in der Präfektur Chiba. In viralen Clips klammert sich Punch an einen Stoff-Orang-Utan – das IKEA-Kuscheltier Djungelskog. Das Netz schmilzt dahin: Punch schleppt den Plüschfreund durchs Gehege, drückt ihn an sich, verteidigt ihn gegen neugierige Artgenossen.


Zusammenfassung:

  • Affenbaby Punch aus Japan hat einen IKEA-Orang-Utan als Kuschelfreund und geht damit viral
  • Bei IKEA Singapur ist der Djungelskog-Orang-Utan ausverkauft – online und in Filialen
  • Der Verkauf des Djungelskog-Orang-Utans steigt weltweit, es gibt teils Engpässe und hohe Preise

Die Geschichte dahinter ist der emotionale Treibstoff des Hypes: Laut Berichten wurde Punch von seiner Mutter nicht angenommen und von Pflegern großgezogen. Um ihn zu beruhigen – und auch als Beschäftigung – bekam er den Djungelskog-Orang-Utan des schwedischen Einrichters.

IKEA Singapur: ausverkauft – online und in den Filialen

Was als Social-Media-Moment begann, hat inzwischen ganz reale Folgen. IKEA Singapur ist nach eigenen Angaben den Djungelskog-Orang-Utan quer durch Online-Shop und Häuser losgeworden: sold out. Das berichtete das Branchenportal „Marketing-Interactive“ unter Berufung auf ein Statement von IKEA Singapur.

Und tatsächlich: Der 36-cm-Djungelskog wird derzeit sowohl auf der IKEA-Website als auch in allen drei IKEA-Häusern in Singapur als „out of stock“ geführt.

Die Website von IKEA Singapur meldet Djungelskog als ausverkauft. Auch in den Filialen ist das Plüschtier nicht verfügbar. Screenshot Website IKEA Singapore
Djungelskog Orang-Utan
Die Website von IKEA Singapur meldet Djungelskog als ausverkauft. Auch in den Filialen ist das Plüschtier nicht verfügbar.

Wegen Affenbaby-Clips: Engpässe in Japan, den USA und Südkorea – und plötzlich wird’s teuer

Der Hype bleibt nicht auf Singapur beschränkt. Laut „Business Insider“ schossen die Verkäufe des Djungelskog-Orang-Utans besonders in Japan, den USA und Südkorea nach oben – mit Lieferengpässen als Folge. IKEA stellte demnach Restocks in Aussicht; gleichzeitig tauchten die Plüschtiere auf Resale-Plattformen zu teils extremen Preisen auf.

„Bullying“ oder normales Affenverhalten? Zoo bremst die Netz-Erzählung

Parallel zum Mitgefühl kursierte online schnell die Erzählung, Punch werde „gemobbt“. Ein Narrativ, dem der Ichikawa City Zoo online entgegentrat. Auf seinem Instagram-Account veröffentlichte das Unternehmen ein Statement des Personals. Darin wurde erklärt, dass die in den kursierenden Videos Szenen erzieherische Maßnahmen seien und keineswegs ernsthafte Aggression. Es sei nicht ungewöhnlich, dass ein Jungtier um die Akzeptanz der Gruppe kämpfen müsse, ihm gehe es gut.

Unterm Strich bleibt: Affenbaby Punch ist gerade das seltene Internet-Phänomen, das nicht nur Klicks erzeugt, sondern Lieferketten bewegt. Ein Zoo-Moment wird zum globalen Kaufimpuls – und aus einem simplen IKEA-Plüschtier wird über Nacht ein Kultobjekt.

Übrigens: In den meisten deutschen IKEA-Filialen, auch in Hamburg, ist das Djungelskog-Plüschtier aktuell noch auf Lager.

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